Die Gruppe wird aus der Luft von Wüstenbussard Ahab begleitet. „Ich werde dabei Einblicke in die Falkner-Arbeit geben und habe auch mehrere Greifvögel dabei“, macht Loerke auf die Wanderung neugierig. Diese wird nicht länger als zwei Stunden dauern und umfasst nicht mehr als zwei Kilometer. Die einzigen, die nicht mit dürfen, sind Hunde. Ansonsten wären Ahab & Co. zu unsicher. Dabei wollen die eher ihre Zuschauer amüsieren. „Ahab macht unterwegs durchaus so seinen Blödsinn“, weiß der Falkner. Seine Greifvögel hat er als Küken gekauft und unter der Rotlichtlampe großgezogen. „Dadurch sind sie durch den Menschen geprägt“, verweist Loerke auf diese Unerlässlichkeit der Falknerei. Die Greifvögel jagen Kleinwild wie Hase, Kaninchen, Fuchs oder Fasan. Steinadler packen auch schon mal Rehwild. Gejagt wird zwischen Oktober und Januar nur so viel, wie die Vögel selbst als Nahrung benötigen. „Die wird auch eingefroren, um immer artgerechte Nahrung zu haben“, erzählt Loerke.
Auf dem Weg zum Falkner musste der Zehdenicker eine Jägerprüfung ablegen, konnte das Waffenfach jedoch auslassen. „Ich will ja nicht schießen, sondern mit Vögeln jagen.“ Loerke sorgt sich nicht nur um seine eigenen Greifvögel, sondern auch um die in der Natur. „Der Schreiadler-Bestand macht zurzeit etwas Sorgen. Die Landschaft ist zu durchschnitten, und sie brauchen Feuchtbiotope“, weiß er. Der Bestand an Wanderfalken habe sich erholt. (rol)
Die Führung kostet 23 Euro. Karten gibt es in der Stadt-Info. Treffpunkt: Ecke Bötzower/Waidmannsweg.