Investor Mike Randhagen, der bereits die benachbarte kleine Marina mit dem Bootshafen betreibt, hat sich für das Zwölf-Millionen-Euro-Projekt zwei Geldgeber aus Berlin mit ins Boot geholt. Der erste Schritt zur Marina Stadthafen Hennigsdorf, wie der Arbeitstitel lautet, ist bereits in dieser Woche vollzogen worden. Am Mittwoch stimmte der Hennigsdorfer Hauptausschuss einmütig dafür, die für das Bauvorhaben benötigten Flächen des Stadthafens zu verkaufen. Für die dazugehörige Wasserfläche wurde eine Erbbaupacht vereinbart.
Für die Hennigsdorfer wird das Hafengelände nach dem Bau der Feriensiedlung weiter zugänglich sein. "Ein zehn Meter breiter öffentlicher Weg und auch die Anlegestelle für den Ausflugsdampfer bleiben erhalten", versichert Randhagen.
Der Bauantrag soll noch im Juni beim Kreis eingereicht werden. Wird darüber schnell entschieden, könnten die Erdarbeiten bereits in diesem Herbst starten. Randhagen geht von einer dreijährigen Bauzeit aus. Zur Saison 2023 könnten die Ferienhäuschen dann erstmals bezogen werden. Klar ist auch: Es wird hier keine Nobelwohnungen zur Dauernutzung geben. Das verbietet Hennigsdorfs Flächennutzungsplan. Randhagens Projekt sieht zwar vor, die Wohnungen an Interessenten zu verkaufen. Diese wiederum lassen die Immobilien aber über einen Urlaubsanbieter vermieten.
Bürgermeister Thomas Günther (SPD) äußerte sich sehr positiv zu den Plänen: "Für mich ist das Stadthafen-Projekt eines, das an dieser Stelle optimal passt und Hennigsdorf auch überregional auf die wassertouristische Landkarte bringt."
Randhagen selbst ist zuversichtlich, dass sein Konzept aufgeht. Bereits seine jetzigen Wassertouristik-Angebote würden sehr gut angenommen: "Disee haben sich alle besser entwickelt, als ich das zum Start gedacht hatte."