Bereits in den nächsten Monaten werden die Arbeiten beginnen. Laut  Bürgermeister Thomas Günther (SPD) wurden die Planungsleistungen bereits europaweit ausgeschrieben. Bis Jahresende sollen alle Aufträge vergeben sein. Birgit Tornow-Wendland, Geschäftsführerin der das Projekt verantwortenden städtischen KBI-Gesellschaft, kündigte an, dass im ersten Quartal Baumfällarbeiten erfolgen, die für die Einrichtung der Baustelle nötig seien. Außerdem sollen im zweiten Halbjahr im Inneren des Gebäudes Entkernungsarbeiten stattfinden. Dazu zählt unter anderem der Rückbau von nicht denkmalgeschützten Wänden. 2021 werden sich dann die Gewerke die Klinke in die Hand geben. Ziel sei es, das Alte Gymnasium Ende 2022 als Kreativwerk zu eröffnen.
"In dem historischen Gebäude werden Kreativität und Biotechnologie aufeinandertreffen", umreißt Tornow-Wendland das Ziel. Gewerbetreibende, Freiberufler und Biotech-Firmen sollen hier ideale Arbeitsbedingungen vorfinden. Unternehmer können sowohl auf Dauer als auch zeitlich begrenzt Räume und Arbeitsplätze mieten. Dazu steht allen modernste Medientechnik wie etwa 3D-Drucker zur Verfügung. Tornow-Wendland erläutert den Vorteil: "Man kann sich fürs Nutzen dieser Technik Zeit kaufen und muss sie nicht selbst teuer beschaffen."
Das Gebäude wurde 1926 als Hennigsdorfs erstes Gymnasium eröffnet. Ende der 1990er-Jahre endete die Ära als Schule.