Abgesehen von lautstark gebrüllten Slogans kam es zu keiner Konfrontation auf beiden Seiten. Hennigsdorfs Polizeichef Stefan Boyé von zwei friedlich verlaufenen Kundgebungen mit lediglich "erhitzten Gemütern". Gegen eine Person aus dem rechtsextremen Spektrum wurde laut Boyé Anzeige wegen des Verdachts erstattet, den Hitlergruß gezeigt zu haben.
In seiner Begrüßung sprach sich Hennigsdorfs Bürgermeister, der an diesem Tag Geburtstag feiert, dafür aus, "bei allein Problemen miteinander tolerant, friedlich und auf Augenhöhe miteinander umzugehen". Wer aber den Nationalsozialismus und die heutigen Verbrechen von rechtsradikaler Seite verherrliche, "der muss damit leben, dass ihm die Grenzen der Meinungsfreiheit aufgezeigt werden".
Beide Kundgebungen wurden nach zwei Stunden beendet. Etwa zwei Dutzend Neonazis wurden bei ihrem Abzug zum Bahnhof von der Polizei an der Menge der Gegendemonstranten vorbeigeführt.