Es sei eine grundsätzliche Lösung zu finden, regte er an. Die Suche danach solle Gegenstand bei der für die nächsten Zeit geplanten Diskussion der Geschäftsordnung des Stadtparlaments werden. Auch Moser-Haas vertritt die Ansicht, dass eine Regelung gefunden werden solle. Zu Siegerts Ablehnung, dem Anschlag von Halle zu gedenken, äußerte er dieser Zeitung gegenüber die Überlegung: "Vielleicht hatte er in einer Situation mit so polarisierter Stimmung Sorgen, dass er in die Kritik gerät." Dass er für zwei Sitzungen nacheinander eine Schweigeminute beantragte, "ist der Häufigkeit der rechtsextremistischen Ereignisse geschuldet". Er hätte es begrüßt, wenn Velten gegenüber den Opfern von Halle ein Zeichen gesetzt hätte und danach nach einer Verfahrensform für solche Gedenkminuten gesucht worden wäre: "Wann, wenn nicht bei einem antisemitischen Attentat, ist es an der Zeit aufzustehen?"
Der Rechtsextremist Stephan Balliet hatte am Versöhnungstag Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, versucht, einen Massenmord in der Hallenser Synagoge zu begehen.