Der jüngste Termin im September war mit 81 Frauen und Männern ein Erfolg – deshalb möchte der DRK-Blutspendedienst die Veltenerinnen und Veltenern im Oktober gerne wieder anzapfen. Die nächste Gelegenheit, Blut zu spenden, ist deshalb schon am kommenden Dienstag, 20. Oktober.
„Sonst sind es in Velten meistens um die 60 Spenderinnen und Spender“, weiß Andrea Thiem, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst in Neuruppin. Wie das höhere Aufkommen im September zu erklären sei, könne sie gar nicht sagen. „Vielleicht liegt es am Kommunikationszentrum. Das ist ein schöner Ort, der wohl gut angenommen wird“, überlegt sie.

Wieder mehr Operationen

Oder Blutspender können sich denken, dass auch dieser Dienst durch Corona bedingt auch noch einmal verstärkt auf Hilfe angewiesen ist. „Wir haben momentan einen Versorgungsengpass“, sagt Andrea Thiem denn auch. Hitze im Sommer und auch jetzt die Ferienzeit sorgten dafür, dass generell weniger Spender zu den Terminen kämen. Einige Spenderorte könnten nicht mehr angefahren werden, und die Berliner Blutspendebusse müssen ganz im Depot bleiben, weil darin Abstände nicht eingehalten werden können. Dazu komme, dass der Krankenhausbetrieb inzwischen wieder hochgefahren ist. Zu Beginn der Pandemie verschobene Operationen würden nachgeholt und daher werden auch wieder mehr Blutkonserven benötigt. Beispielsweise seien wenig Konserven der Blutgruppen Null negativ und B negativ auf Lager, kann die Referentin tagesaktuell feststellen. „Aber alle anderen brauchen wir natürlich auch.“

Aufnahme erst vor der Tür

Unsicherheiten, ob eine Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus bestehe, gebe es gelegentlich auch. Da kann Andrea Thiem aber beruhigen. Schon bevor die Spenderinnen und Spender überhaupt den Raum betreten dürfen, wird von den Fachleuten eine Kurzanamnese vorgenommen und die Temperatur gemessen, Mundschutz wird ausgegeben, und Desinfektionsmittel steht bereit. Die Blutspende selbst läuft unter den wachen Augen von Ärztin oder Arzt sowie Krankenpflegepersonal sowieso immer sorgfältig ab. Statt eines frisch zubereiteten Imbisses gibt es nach der Spende zurzeit eine abgepackte Stärkung.

Gelegenheiten in Velten und Hennigsdorf

Während in Velten bisher fünfmal im Jahr die Möglichkeit zum Blutspenden bestand, hat der Dienst in Hennigsdorf eine monatliche Tradition. Meistens kommen um die 60 Frauen und Männer, im Oktober waren es 67. Dort ist Mitte November die nächste Gelegenheit. Der Blutspendedienst freut sich über vorherige Anmeldung. Spontane Spender werden aber auch nicht abgewiesen.

Die nächsten Termine:

Dienstag, 20. Oktober, Veltener Kommunikationszentrum, Bibliotheksgasse 1, von 15 bis 18.30 Uhr und Donnerstag, 12. November, Puschkin-Gymnasium, Rathenaustraße 43, 15.45 bis 19 Uhr. Unter 0800 1194911 oder https://terminreservierung.blutspende-nordost.de sind Anmeldungen möglich.