Mit Freud und Leid startete Hennigsdorf in den Januar 2020: Eine Ausstellung zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung zwischen Stolpe-Süd und Hennigsdorf ließ Erinnerungen aufkommen, die Albert-Schweitzer-Oberschule bekam mit Sebastian Mrosek einen neuen Rektor, und das Oberstufenzentrum kämpfte mit den Brandschäden der Silvesternacht.

Plötzlich stand das öffentliche Leben still

Die Mischung guter und schlechter Nachrichten setzte sich auch im Februar fort. Ein ganz normales Jahr kommt langsam in Gang, dürften sich viele Hennigsdorferinnen und Hennigsdorfer gedacht haben. Und dann kam der Lockdown. Mitte März stand plötzlich das Leben so still, wie es sich niemand hätte vorstellen können. Die Stadt lag, wie das ganze Land, wie Europa und darüber hinaus, im Corona-Lockdown.
Hennigsdorf fährt seither in einem langsameren Gang. Nicht, dass in Hennigsdorf abends jemals – außer zur Festmeile – das Leben getobt hätte. Doch nun schien die Stadt auch tagsüber fast ausgestorben. Stadtklubhaus: geschlossen! Rathaus: geschlossen! Selbst in den Kitas gab es nur eine Notbetreuung.
2020 war ein Jahr des Auf und Ab. Im Sommer entspannte sich die Corona-Lage, und manches war wieder möglich. Seit November aber nehmen bei vielen die Sorgen zu: Bleiben wir gesund? Verschont das Virus die betagten Eltern? Bleibt der Arbeitsplatz erhalten? Wird die Selbstständigkeit zum Fallstrick?

Bahnbrechende Entscheidungen

Es war ein verrücktes, ein oftmals verrückt machendes Jahr. Dennoch gab es Normalität: Grundsteine wurden gelegt, Richtkränze in die Höhe gezogen. (Stadtbad-)Bahnbrechende politische Entscheidungen wurden ebenso getroffen wie solche, die weit über Hennigsdorf hinausreichen. Der Schriftzug Bombardier wird 2021 verschwinden.
Lassen Sie uns gemeinsam auf dieses Jahr mit vielen Bildern zurückschauen. Erinnern Sie sich! Und wir alle wünschen uns, dass 2021 ein wenig mehr Normalität einzieht: ins Stadtklubhaus, ins Rathaus, in die Schulen und auch hinter die künftigen Werkstore von Alstom.