Damals hieß es auf Nachfrage, dass man am Ende der Einschränkungen die zu viel gezahlten Gebühren eventuell verrechne. Das hätte zum Beispiel der Fall sein können, falls die Wiederaufnahme der Betreuung wieder in der Mitte eines Monats erfolgt wäre. Das dürfte mittlerweile hinfällig sein, da die Zahl der zu betreuenden Kinder nach und nach steigt. Dennoch hält man im Rathaus weiter an der Märzregelung fest.
"Die Stadt Velten wird die anteiligen Kita-Märzbeiträge nach derzeitigem Stand nicht zurückzahlen", beant­wortete Rathaussprecherin ­Stefanie Steinicke-Kreutzer eine entsprechende Anfrage. Erst am Ende der Pandemie könne über einen möglichen Ausgleich nachgedacht werden, fügte sie hinzu. Wenig später wurde die Aussage etwas relativiert. Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) lasse ausrichten: "Wir wollen nicht haben, was uns nicht zusteht. Wenn alle Gemeinden auf die Gebühren im März verzichten, werden wir uns dem auch nicht verschließen."

Blick nach Hennigsdorf

Der Entscheidungsfindung dienlich sein könnte ein Blick nach Hennigsdorf. Dort beschloss jüngst der Hauptausschuss, auf die gesamten Betreuungskosten für März zu verzichten. Das betreffe sowohl die in Anspruch genommenen ersten zwei Wochen als auch die danach erfolgte Notbetreuung.
Auch in Velten müsste eine solche Entscheidung das Stadtparlament treffen. Doch im Gegensatz zum Hennigsdorfer Rathaus bereitet die Veltener Verwaltung eine entsprechende Beschlussvorlage bisher nicht vor. Vielleicht wird ihr aber auf die Sprünge geholfen. "Meiner persönlichen Meinung nach sollten Eltern nur für das bezahlen, was sie in Anspruch genommen haben", sagt Katja Noack, Vorsitzende der SPD-Fraktion und des Sozialausschusses. Sie könne sich vorstellen, dass ihre Fraktion einen Antrag auf Rückzahlung einer halben Monatsrate stellt.
In anderer Hinsicht will das Rathaus großzügiger sein. Wenn ab kommender Woche für die Drei- bis Sechsjährigen eine Betreuung von mindestens vier Stunden pro Woche beginnt, verzichte man für die bleibenden Maitage und im Juni auf Gebühren dafür. Das gelte aber nicht für Mädchen und Jungen, die sich in der Notbetreuung befinden.