"Ich kann die Wünsche der Eltern gut verstehen", sagt Bürgermeister Thomas Günther (SPD). Man wolle auch alle Möglichkeiten für mehr Betreuung ausschöpfen. Aber diese kurzfristig vom Land beschlossene Ausweitung der Kita-Betreuung, die in dieser Form auch vom Städte- und Gemeindebund kritisiert werde,stelle die Hennigsdorfer Verwaltung vor zu große organisatorische Schwierigkeiten. Dabei bezieht sich Günther vor allem auf die einzuhaltenden Regelungen bezüglich Abstand- und Hygienevorschriften sowie zur Zusammensetzung und Größe der Gruppen.
Da derzeit bereits 628 Kinder– das sind knapp 50 Prozent aller Betreuten – in die Notfallbetreuung aufgenommen wurden,seien unter den gegebenen Bedingungen räumlichen und personellen Kapazitäten nahezu ausgeschöpft. Dennoch werde es eine Öffnung für eine weitere Altersgruppe geben, teilte Stadtsprecherin Ilona Möser mit. Ab der kommenden Woche, also ab dem 25. Mai, wird der Vorschuljahrgang wieder stundenweise die Kita besuchen dürfen
"Wir bitten die Eltern, ihre Vorschulkinder ab dem kommenden Montag für die Betreuung von vier Stunden an einem Tag in der Woche erst einmal in ihrer Kita anzumelden", heißt es in der Mitteilung. Eine Garantie für einen bestimmten Wochentag und eine Wunsch-Kita sei allerdings nicht möglich. Eine Information über Zeitpunkt und möglichen Ort der Betreuung erhalten die Eltern spätestens am Tag nach der Anmeldung.
Derzeit sei es noch nicht absehbar, ob und wann die Kinder anderer Jahrgangsgruppen betreut werden können, bedauert Möser.