Der Naturpark besteht auf einer Eingliederung des 18 Hektar großen Areals in das Naturschutzgebiet Stechlin. Das bestätigte Naturpark-Leiter Dr.Mario Schrumpf am Dienstag in Menz.
Im Zuge des Beteiligungsverfahrens zur geplanten Änderung des Rheinsberger Flächennutzungsplans habe der Naturpark über das Landesumweltamt "klare Aussagen" getroffen, dass das Waldgebiet nach Rückbau des früheren Kraftwerks in das Naturschutzgebiet einzubeziehen ist. Genau dieses Ziel verfolge auch die Management-Planung seines Hauses, so Schrumpf.
In seiner Argumentation stützt sich der Parkleiter in erster Linie auf die Verordnung über das Naturschutzgebiet (NSG) Stechlin aus dem Jahr 2001. Darin heißt es in Paragraf 1, dass die Unterschutzstellung in zwei Schritten erfolgt. Demnach ist nach der Ausweisung der rund 8670 Hektar als NSG mittelfristig "zur Sicherung eines zusammenhängenden Schutzgebietes nach erfolgtem Rückbau (...) die Unterschutzstellung auch dieser inmitten des Naturschutzgebiets gelegenen Fläche vorgesehen".Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Rückbau in 50Jahren abgeschlossen sein wird.
An diese Vorgabe ist der Naturpark als nachgeordnete Einrichtung des brandenburgischen Umweltministeriums gebunden. Somit dürfte sich selbst bei anderen Nutzungsplänen die Haltung der Parkverwaltung nicht ändern. Eine wirtschaftliche Nachnutzung des KKW-Areals ist somit fraglich. Diese wäre nach Auskunft von Rheinsbergs Bauamtsleiter Jens Eggert nur möglich, wenn neben der Änderung des Flächennutzungsplans auch der Schutzstatus des Areals wegen wichtiger öffentlicher Interessen aufgehoben würde. Wirtschaftliche Einzelinteressen zählen laut Eggert nicht. Das Verfahren läuft noch.