Damals hatte Veltens Stadtmarketingbeauftragte Ivonne Pelz die Idee, den Glienicker Künstlerstammtisch und Veltens Künstlertreff näher miteinander bekannt zu machen. Vor allem aber geht es darum, die Kunst in die jeweils andere Gemeinde zu tragen. Ein knappes Dutzend Kunstschaffender aus der Ofenstadt wird also ab Donnerstag und dann bis 20. August einen Querschnitt ihres Schaffens in Glienicke zeigen. Am 8. August erfolgt der künstlerische Gegenbesuch. Als Galerie dient dann das Foyer der Veltener Stadtwerke.
Ungünstige Räumlichkeiten
Ob Fotos oder Grafiken von Petra Steinbeißer, Holzschnitte oder feine Zeichnungen von Martin Gietz, ob Heike Tolls Golfbilder oder die Automobil-Stillleben von Julia Ehlert. Sie und weitere Veltener Künstler wollen einen möglichst breiten Bogen ihres künstlerischen Schaffens spannen. Die ungünstigen Ausstellungsmöglichkeiten im Glienicker Rathaus, die das Aufstellen von Vitrinen verbieten, sorgen allerdings auch dafür, dass Skulpturen oder Keramiken in Velten bleiben müssen. Auch die Unikate aus Perlen und Glas, die aus der Fantasie und den Händen von Elena Bednorz stammen, können deshalb nicht gezeigt werden.
Die Glaskünstlerin ist auch die Sprecherin,  oder anders gesagt, die gute Seele des Veltener Künstlertreffs. Drei Tage vor Ausstellungsbeginn sitzt sie entspannt plaudernd auf Veltens Marktplatz. Kommt da keine Unruhe auf, wenn man für eine solche Ausstellung mitverantwortlich ist? Sie sieht das entspannt: "Jeder bringt mehrere Bilder mit. Dann schauen wir, was farblich und größenmäßig gut zusammenpasst. So ergibt sich das Zusammenspiel der einzelnen Kunstwerke", zeigt sich Elena Bednorz entspannt.
Ein bisschen skeptisch ist Babs Waldow, Sprecherin des Glienicker Künstlerstammtischs, ob sich am Donnerstag genügend kunstinteressiertes Publikum einfindet. Beide erinnern sich noch an die Anfänge und ersten Ausstellungen ihres jeweiligen Kunstkreises. Es kann mühsam sein, sich dafür einen Interessentenkreis vor Ort aufzubauen. "Als wir noch im Bürgerhaus in Süd ausstellten, war die Resonanz mäßig", erinnert sich Bednorz. Mittlerweile bieten die zentralen Räumlichkeiten bei den Stadtwerken und im Kommunikationszentrum einen besseren Rahmen.
Bekannter wurde die Gruppe auch durch das Kunstschaufenster am Markt, in dem zurzeit gerade das älteste Mitglied, die 84-jährige Elisabeth Kaufmann, ihre Batikkunst zeigt.

LockererZusammenschluss


Seit gut zwei Jahren existiert der Künstlertreff Velten, der von der Stadtverwaltung initiiert wurde. Mittlerweile gehören dem Kreis 24 Kunstschaffende an, die sich regelmäßig treffen und Ausstellungen organisieren.

Der Künstlerstammtisch in Glienicke geht bereits ins zehnte Jahr. Mittlerweile gehören fast 50 Frauen und Männer dazu. Ausstellungen und Workshops gab es auch schon im Ausland, so in Frankreich und Polen. Beide Kreise halten bewusst am lockeren Zusammenspiel fest und wollen keine Vereine gründen. rol