Beide Kommunen haben sich in der Vergangenheit nicht darum gerissen, die neu Hinzugezogenen in ihrer Kommune willkommen zu heißen. Oberkrämers und Veltens Kita-Kapazitäten sind mehr als eng gestrickt, weitere Bedarfe nicht gewollt. Veltens Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) sprach sich stets gegen den Flächentausch aus, Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) plädierte dafür. "Ich will das Gebiet in der Parkstadt nicht übernehmen", sagte Hübner im jüngsten Stadtparlament. "Auch weil sich der Investor nicht an der Infrastruktur beteiligt." Doch sie wird es als Kompromiss übernehmen. Allerdings stand der Grundsatzbeschluss, der vergangene Woche in Velten gefasst werden sollte, nicht auf der Agenda. Bei Pro Velten stößt das auf Unverständnis. "Warum machen wir nicht Nägel mit Köpfen?", fagte Fraktionsmitglied Mario Große. Pro Velten wolle, sollte die Bürgermeisterin dem nicht nachkommen, einen eigenen Grundsatzbeschluss unter Mitwirkung aller Fraktionen erarbeiten. Mit Anhörungsverfahren, Bekanntmachungen und Kommunalaufsicht könnte die Fläche nach einer vorsichtigen Schätzung 2022 ins Eigentum der Stadt übergehen. Laut Verfahrensablauf betreffe der Plan "in einem ersten Schritt" das schon bebaute Teilgebiet der Parkstadt. Ein zweiter geplanter Bauabschnitt (50 Wohneinheiten), der die gleiche Problematik nach sich zieht, scheint vorläufig außen vor zu sein. Das Gezerre um die Zugezogenen könnte sich wiederholen.