Ein 16-jähriger Jugendlicher aus Hennigsdorf ist am Sonntag gegen 16 Uhr von vier Jugendlichen verletzt und ausgeraubt worden. Die ebenfalls jugendlichen Täter - drei Jungen und ein Mädchen - flüchteten anschließend mit der S-Bahn nach Berlin.
Gegen 21.45 Uhr erschien der Betroffene auf dem Polizeirevier in Hennigsdorf und berichtete, was ihm und seinem 17-jährigen Freund widerfahren war. Demnach hielten sich die beiden Hennigsdorfer gegen 16 Uhr auf einem Spielplatz an der Parkstraße auf, als sie aus der Gruppe der vier Jugendlichen heraus aufgefordert wurden, Zigaretten und Bargeld auszuhändigen. Dabei sollen sich zwei Jungen aus der Vierer-Gruppe als die Anführer entpuppt und dabei auch eine Waffe eingesetzt haben, teilte Polizeisprecherin Christin Sorban mit. Außerdem hätten sie ihre Opfer mit Schlägen und Tritten eingeschüchtert.

Täter zwangen Opfer, Geld auf der Bank abzuheben

Mit der Beute waren die Räuber offenbar nicht zufrieden: keine Zigaretten und nur wenige Münzen. Weil sie beim Aushändigen der geringen Summe aber eine Geldkarte im Portemonnaie des 16-Jährigen entdeckt hatten, forderten sie beide auf, mit ihnen zum nächsten Geldautomaten zu gehen.
Im SB-Bereich der Filiale der Berliner Volksbank an der Havelpassage (Höhe Postplatz) hob der 16-Jährige dann eine dreistellige Summe im unteren Bereich ab und händigte diese seinen Peinigern aus. Anschließend mussten die Opfer die Gruppe noch bis zum Bahnhof begleiten. Dort flohen die Vier mit einer S-Bahn nach Berlin. Der 16-Jährige, der während der Attacken leicht verletzt wurde, begab sich anschließend ins Krankenhaus.
Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden. Konkret geht es darum, wem am Sonntag (23. Oktober) ab 16 Uhr die Gruppe von drei Jungen und einem Mädchen im Bereich Parkstraße, Havelpassage und Bahnhof oder aber in der S-Bahn aufgefallen ist. Hat jemand eventuell gehört, wie sich Jugendliche einer solchen Tat gebrüstet haben? Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Oberhavel in Oranienburg unter 03301 8510 entgegen.
Sorban erwähnt zudem, dass der Polizei Videomaterial vom Tatgeschehen in der Bank vorliegt, das derzeit ausgewertet und gegebenenfalls später für die Suche nach den Tätern veröffentlicht wird.