Der Angeklagte erschien am Montag zwar nicht vor dem Oranienburger Amtsgericht. Zu 150 Tagessätzen à 40 Euro ist er trotzdem verurteilt worden. Das Gericht setzte die Strafe für eine Körperverletzung fest, die sich am 2. Oktober 2019 in Hennigsdorf ereignet hat. Dort hatte der Angeklagte während eines gemeinsamen Abends in einem Imbiss einem Geschädigten mit einer vollen Bierflasche einen Schlag ins Gesicht versetzt, der eine blutende Wunde an der linken Augenbraue verursachte.

Der Angeklagte war zur Tatzeit angetrunken

Der Angeklagte hatte zur Tatzeit 1,2 Promille. Der Geschädigte und eine weitere Zeugin, laut Richter die Ex-Frau des Angeklagten und jetzige Frau des Opfers, waren am Montag vor Gericht anwesend, mussten aber keine Aussage machen. Die Staatsanwaltschaft war von gefährlicher Körperverletzung ausgegangen. Das Gericht kam zu dem Schluss, es sei von einem minderschweren Fall von Körperverletzung auszugehen, der aber auch eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen könnte. Diese Gefängnisstrafe bis zu sechs Monaten kann in eine Geldstrafe umgewandelt werden. Der Angeklagte hat seinem Opfer laut Akte die Bierflasche von unten ins Gesicht gedrückt. Das wiege zwar schwer, so der Richter. Da der Angreifer aber nicht vorbestraft sei, verurteilte er ihn zu 6000 Euro Geldbuße.