Mehr als ein Jahr später muss konstatiert werden: Aus dem Pilotprojekt ist bislang nichts geworden. Zwar seien die Stellen im vorigen Jahr ausgeschrieben worden und es hätten sich auch zehn Bewerber gemeldet, teilte Rathaussprecherin Ilona Möser auf Nachfrage mit. Theoretisch hätte diese Zahl auch gereicht, um die angekündigten vier Vollzeitstellen zu besetzen. Doch die Realität habe sich anders dargestellt. "Am Ende war von den zehn Bewerbern nur einer für die Arbeit geeignet. Zwei weitere hätte man noch nehmen können", weiß Möser zu berichten.
Um nicht gänzlich ohne Putztruppe dazustehen, sei daraufhin auch für die drei ausgewählten Gebäude der Vertrag mit der Reinigungsfirma verlängert worden. Die Sauberkeit wieder in die eigenen Hände nehmen zu wollen, daran hat sich allerdings nichts geändert. "Wir schreiben die Stellen gerade erneut aus", informiert die Rathaussprecherin. Allerdings soll das Pilotvorhaben jetzt auf das Rathaus und die Kita Traumland begrenzt werden. Das im vorigen Jahr wiedereröffnete Gemeinschaftszentrum Conradsberg ist aus dem Versuch gestrichen worden. Offensichtlich wurde dafür 2019 ein Vertrag mit einer Reinigungsfirma geschlossen, der jetzt noch nicht kündbar ist. "Wir hoffen schon, dass wir dieses Mal erfolgreicher sind", verbreitet die Sprecherin Optimismus bezüglich der erneuten Ausschreibung. Belegen lässt sich dieser bislang allerdings noch nicht.
Im Februar Bewerbungsschluss
Interessierten bleibt noch Zeit bis zum 9. Februar, die Bewerbungsunterlagen einzureichen. Angeboten werden fünf Stellen mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 20 bis 32 Stunden. Allerdings sind die Stellen vorerst auf zwei Jahre befristet. Locken könnte das Gehalt. Die Stadt verspricht eine Entlohnung nach Tarif in der Entgeltgruppe 2 des öffentlichen Dienstes. Laut der Internetseite www.staufenbiel.de wird diese Tarifgruppe bei Vollzeitarbeit mit 2 122 Euro Bruttolohn monatlich vergolten. Bereits nach einem Jahr gibt es die erste Steigerung um fast 200 Euro, dazu kommen die zumeist jährlichen Lohnerhöhungen durch neue Tarifabschlüsse.
Vorausgesetzt, dass dieses Mal genügend geeignete Bewerbungen vorliegen, soll das Pilotprojekt am 1. Juni starten. Ob sich wirklich fünf Reinigungsfachkräfte finden lassen, die den Anforderungen der Stadt entsprechen, bleibt abzuwarten. Denn von den Gebäude- oder Glasreinigern wird nicht nur Fachwissen verlangt. Darüber hinaus sind, wie in der Ausschreibung vermerkt, "sichere Deutschkenntnisse in Wort und Schrift" vonnöten. Oftmals sind es gerade solche Jobs, in denen Flüchtlinge einen ersten Schritt in den Arbeitsmarkt gehen können. Die Anforderung, die deutsche Sprache sicher zu beherrschen, dürfte für sie eher hinderlich sein, einen Reinigungsjob bei der Stadt zu bekommen.

Der Weg zum Job

Wer sich als Mitarbeiter beziehungsweise Mitarbeiterin für Gebäudereinigung bei der Stadt Hennigsdorf  bewerben möchte, muss seine Unterlagen bis zum 9. Februar eingereicht haben. Bevorzugt werden solche, die per E-Mail geschickt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass nur Unterlagen im PDF-Format berücksichtigt werden.

Ausführliche Informationen zu den Anforderungen können der Internetpräsenz www.hennigsdorf.de entnommen werden. Der weitere Weg: Rathaus, dann Verwaltung anklicken. Dort dann die Rubrik Stellenangebote beachten. rol