Auf dem neuen Platz fand zum ersten Mal das inzwischen achte Rockfestival der Musikerinitiative Hennigsdorf statt. Nach Auflösung des Bandhauses vor zwei Jahren war die Fortführung der Veranstaltung erst einmal unklar gewesen. Doch die Veranstalter setzten alles daran, dass „Rock am Hafen“ nach einem Jahr Pause wieder neu aufgelegt werden konnte. Ob es ein Erfolg werden würde, war den Machern dabei noch nicht klar. „Wir hatten sonst mehr Rückenwind vom Stadtfest. Wir dachten, dass die Leute durch das Fest zu uns kommen“, so Tom Zips vom Vorstand des Vereins. Diesmal habe man sich dafür entschieden, die Veranstaltung vom Stadtfest zu trennen.
Das Programm konnte sich sehen, besser hören lassen: Acht Bands sorgten für gewaltige musikalische Höhepunkte. Angefangen bei den Unbestechlichen über Die anderen Kinder, A Farewell Reading, As I Close My Eyes, Rcksn, Jimmy Gee, GRPZ, bis hin zu Plek Wek. Die Besucher genossen sichtlich das vielfältige Programm – und das bei freiem Eintritt. „Wir wollen, dass es eine offene Veranstaltung für alle ist“, so Tom Zips. „Außerdem dürfen wir hier zu guten Konditionen proben. Wir wollen der Stadt auch mal was zurückgeben.“ Dass es einen so großen Ansturm geben würde, übertreffe allerdings alle Erwartungen. Im Vorfeld waren 5000Flyer verteilt worden, geworben wurde auch beim Facebook.
Wodurch letztendlich die meisten Besucher gekommen sind, sollen Fragebögen klären, die stichprobenweise von Gästen ausgefüllt wurden. Für Tom Zips war einer der Höhepunkte der Auftritt der Hennigsdorfer Band Die anderen Kinder. Die vier Jungs gewannen bereits den Rockin`-Oberhavel-Contest und den Singer-Songwriter-Wettbewerb von Radio Eins. Eine Tour durch Deutschland ist im nächsten Jahr geplant. Wichtig sei es den Machern von Rock am Hafen, neben den noch unbekannteren Bands auch gestandene Rocker auf die Bühne zu bekommen. „Die Mischung ist genial. Mehr Abwechslung geht nicht. Von vielen, die ich bisher noch nicht kannte, werde ich sicher jetzt mehr hören“, so Frank aus Berlin. „Wir wollen den jungen Bands auch zeigen, wo es hingehen kann“, so Zips. Als sich die Band um Jimmy Gee auf der Bühne bereit machte, zückten einige Frauen schon einmal die Kameras. „Der ist echt heiß“, schwärmte Sabine. Mit dieser Meinung war sie augenscheinlich nicht allein. Die Aufforderung von Jimmy Gee., näher an die Bühne zu kommen, nahmen die Festivalbesucher gerne an. Bis in die Nacht feierten die begeisterten Rockfans. „Wir sind alle happy“, erklärte Tom Zips zufrieden. Und auch mit dem Biernachschub klappte es später dann wieder.