Projektleiterin Karin Hufnagl vom Sachbereich Tiefbau der Stadt Velten hat wieder einmal die Spaten bereitgestellt: Dieser erste Spatenstich am Bahnhofsvorplatz am Dienstagvormittag soll nun seitens der Stadt Veltens auch der letzte gewesen sein, der das Bahnhofsumfeld betrifft. Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD), Nicole Bürgermeister vom zuständigen Landschaftsarchitekturbüro Gunnar Lange aus Bad Belzig und Michael Zander von der Firma PST Baugesellschaft aus Pritzwalk heben für den symbolischen Akt ein paar Spaten voll Erde aus dem Boden. Die Erdbauarbeiten in der Nähe der Überführung zur Seite der Bahnstraße hin werden aber vornehmlich doch mit einem Kleinbagger ausgeführt.

Fortführung des Vorplatzes mit den gleichen Mitteln

Um eine Fläche von etwa 450 Quadratmetern wird der Veltener Bahnhofsvorplatz erweitert, und seine gepflasterte Fortsetzung soll auch in etwa so aussehen, wie der schon fertige Teil. Weil der Personenübergang in Richtung Süden verschoben worden ist, muss der Vorplatz erweitert und angepasst werden. Die Fläche grenzt an die neue Überführung. Da die vorhandenen überdachten Fahrradstellplätze oft mehr als ausgelastet sind, wird eine neue Anlage mit 29 Anlehnbügeln dazukommen, darunter auch drei für die Bäckerei Plentz. Mit einem neuen Hochbeet und zwei Platanen sowie zwei Lichthockern wird der Platz gestaltet. Das Blindenleitsystem wird auch entsprechend erweitert.

Kurze Wegeverbindung

Wo für die Bauarbeiten noch Zäune den Zugang versperren, wird es künftig einen Weg die Bahnstraße geben. Die Strecke zum Hedwig-Bollhagen-Gymnasium wird damit auch ein wenig kürzer. Die beiden Taxistellplätze vor der Bäckerei werden auf den Park-&-Ride-Parkplatz verlegt. Davon verspricht sich die Stadt zum einen, Reisenden schnelles Umsteigen zu ermöglichen. Zum anderen stehen die Stellplätze vor dem Laden dann den Kunden zur Verfügung.
Auf der anderen Seite der Überführung würden im Zuge der Bauarbeiten noch Anpassungen vorgenommen, so Ines Hübner. So entsteht mit zwei Kurzzeitparkplätzen ein kleiner Platz für Kiss&Ride.

Zwei Drittel der Kosten fördert das Land

„Es ist der letzte Bauabschnitt. Darüber freuen wir uns sehr, denn damit sind die Arbeiten am Bahnhof für uns abgeschlossen“, sagt Ines Hübner. Die Kosten des Abschnitts von insgesamt 440.000 Euro werden über das ÖPNV-Programm des Landes Brandenburg mit 345.000 Euro gefördert.

Seit 2009 wurde am Bahnhofsvorplatz getüftelt

Die Tiefbauarbeiten an dem Teilstück beginnen jetzt mit dem Erdaushub. Unter anderem müsse eine neue Sedimentationsanlage für die Regenentwässerung geschaffen werden, erläutert Planerin Nicole Bürgermeister.
Die ersten Vorarbeiten und Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes datieren bereits aus dem Jahr 2009. Der Hauptteil der Arbeiten inklusive Postplatz fand 2012 statt, so Projektchefin Karin Hufnagl. Sie rechnet damit, dass nun Ende Mai 2021 alles abgeschlossen sein wird.