"Schau mal, Peer, so viele Medienvertreter aus Oberhavel", begrüßte die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Krüger-Leißner am Donnerstag in Hennigsdorf den überpünktlich aus seinem Auto steigenden Kanzlerkandidaten ihrer Partei, Peer Steinbrück. Krüger-Leißner hatte ihren Fraktionskollegen eingeladen, um in den Räumen der städtischen Arbeitsfördergesellschaft ABS über Fragen der Beschäftigungsförderung zu diskutieren und Steinbrück Projekte vor Ort vorzustellen. Entgegen der Ankündigung und zum Erstaunen der Einladenden fand das Gespräch aber auf Steinbrücks Initiative unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Krüger-Leißner reagierte danach deutlich pikiert: "Ich entschuldige mich dafür. Ich fühlte mich von Herrn Steinbrück ein bisschen vorgeführt." Die Pressevertreter konnten also nur aufschnappen, wie Steinbrück erzählte, dass er sich auf dem Weg nach Hennigsdorf gefragt habe, ob es dort die Firma Bombardier noch gebe. Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) bestätigte dies und fügte an, dass auch das Stahlwerk weiterhin als wichtiger Arbeitgeber in Hennigsdorf existiert.