Eine niedrige Rampe oder ein Kissen auf der Viktoriastraße, auf dem geplanten Überweg von der Veltener Ratsgasse zum Markt, wird es nicht geben. Darüber hat Hochbaufachdienstleiter Gordon Mielke dem Veltener Bauausschuss berichtet. Nach einem Vor-Ort-Termin des Hauptausschusses im August war dieses Detail zur Neugestaltung des Marktplatzes diskutiert worden.

Kissen auf dem Asphalt nur in 30er-Zonen möglich

Eine Rampe, die den Verkehr auf der Viktoriastraße verlangsamen sollte, werde aber von der Unteren Verkehrsbehörde des Kreises nicht genehmigt, so Mielke. Zebrastreifen plus Erhöhung schlössen sich aus. Solche Kissen, wie etwa in der Rathausstraße, seien nur in einer 30er-Zone möglich, wozu die Viktoriastraße auch künftig nicht zähle. „Tut mir leid, dass wir es vorgestellt haben und es dann doch nicht geht“, bedauerte der Fachdienstleiter.

Zebrastreifen wird ebenerdig aufgemalt

„Wir werden nun ebenerdig über den aufgemalten Zebrastreifen gehen“, erklärte er. Das führe dazu, dass die jetzige Zufahrt in der Mitte der Ratsgasse verschoben werden muss. „Dadurch entfallen in dem Bereich die Parkplätze“, so Mielke. „Lieferwagen dürfen da nicht stehen, sonst erkennt man den Fußgänger nicht. Vier Straßeneinläufe müssten angepasst werden. Die Bäume bleiben erhalten.“
Auf jeder Seite werde eine Leuchte stehen, die oben und an der Seite das Verkehrsschild „Fußgängerüberweg“ erhalte.
Ohne die Rampe werde dieser Teil vermutlich etwas preisgünstiger ausfallen. Mielke rechnet mit etwa 66.000 Euro statt 78.000 Euro mit Rampe. Für die Umgestaltung des gesamten Areals sind zwei Millionen Euro veranschlagt.

Forderung nach Schulwegsicherung Rechnung getragen

Er sei mit dieser Lösung zufrieden, erklärte Andreas Noack (SPD) für seine Fraktion. Dem konkreten Wunsch aus der Planungswerkstatt nach Schulwegsicherung und einer deutlichen Kenntlichmachung der Querung sei mit dem Zebrastreifen Rechnung getragen. Er begrüßte zudem das geplante Drängelgitter am Ende der Ratsgasse, das verhindern soll, dass Radfahrende zu schnell auf die Viktoriastraße zufahren. Denn von der Sparkasse kommend, seien sie spät zu erkennen.

Bau des Wasserspiels ab nächstem Frühjahr

Für das geplante Wasserspiel anstelle des jetzigen Brunnens gebe es inzwischen eine Planung des Ingenieurbüros, die in einem der nächsten Ausschüsse vorgestellt werden könne, berichtete Mielke weiter. Wann und in welchem Rhythmus das Wasser aus den zwölf Düsen anderthalb Meter in die Höhe sprudeln soll, muss noch geklärt werden. Auch mit den Gewerbetreibenden müssten die Zyklen für den Betrieb besprochen werden, sagte Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD). Um eine Winterbaustelle zu vermeiden, soll mit dem Bau der Anlage in drei direkt aufeinanderfolgenden Abschnitten im kommenden Frühjahr begonnen werden. Dazu müsse dann auch der Wochenmarkt verlagert werden. Gespräche gebe es bereits.
„Da wird ein richtiges Bauwerk versenkt“, so Mielke. „Man kann sich das ähnlich in Hohen Neuendorf angucken. Da ist es sehr schön geworden.“