Bei den meisten klingelt es in und rund um Kyritz, wenn der Name Kisten-Max fällt. Gemeinsam mit seinem Freund Jamal war der Schüler jetzt auf persönliche Einladung des SPD-Politikers Frank-Walter Steinmeier im Bundestag. Dort stellten sie ihre Initiative „Jung gegen Rechts“ vor. Dabei haben es die beiden Jungs seit gut einem halben Jahr auf Neonazis, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz in der Gesellschaft abgesehen.
So tingelten sie beispielsweise nicht nur zur Fußball-EM nach Polen, sondern besuchten dabei auch die Gedenkstätten in Auschwitz, Krakau, Warschau und Lodz. Die Idee dahinter: „Fußballbegeisterung und die Beschäftigung mit der deutschen Geschichte müssen sich nicht ausschließen“, finden beide.
Beeindrucken konnten sie die Abgeordneten im Berliner Reichstagsgebäude auch mit der geplanten „Reise gegen Rechts“, bei der Orte des Neonazi-Terrors besucht werden sollen. „Toll, wenn man Talente nutzt, um soziales Engagement zu zeigen! Ich bin gespannt auf seinen nächsten Balanceakt“, sagte Steffen-Claudio Lemme, Mitglied des Bundestags. Der will in engem Austausch mit der Initiative der beiden Kyritzer bleiben.