Im Heimattierpark Kunsterspring wird aktuell noch nicht auf den ersten in Ostbrandenburg nachgewiesenen Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) reagiert. Das hat mehrere Gründe: Vor allem haben die Tiere, die es in der Einrichtung im Kunstertal gibt, darunter etwa Woll- und Wildschweine, keinen direkten Kontakt zur Außenwelt. Sie befinden sich innerhalb ihrer Gehege, aber weiterhin draußen. Da es Besuchern untersagt ist, die Tiere zu füttern, wird auch von dieser Seite nicht mit einem Eintrag von Erregern gerechnet. Daher sollen in Kunsterspring weitere Sicherheitsvorkehrungen erst dann ergriffen werden, wenn diese gesetzlich bindend vorgeschrieben sind, hieß es am Dienstag.

Verbreitung in Osteuropa

Seit 2014 verbreitet sich die von Viren verursachte Tierseuche, die für Menschen komplett ungefährlich ist, besonders in den osteuropäischen Ländern. In der vorigen Woche war das  Virus bei einem toten Wildschwein nachgewiesen worden, das nahe der deutsch-polnischen Grenze gefunden worden war. Nach Experteneinschätzungen geht die Gefahr der Virusverbreitung nicht nur von Wildtieren aus, sondern auch von Menschen, wenn diese kontaminierte Schweineprodukte so entsorgen, dass Wild- und Hausschweine Zugang dazu haben.

Reaktion der Schweinehalter

Wegen der ASP  sehen sich einige Schweinehalter in der Region gezwungen zu reagieren. Schon im vergangenen Jahr war vorsorglich die Haltung des Temnitzer Freilandschweins eingestellt worden, weil diese mit Blick auf die ASP zu aufwendig geworden wäre.
Die Heinrichsdorfer Ferkelproduktion GbR hingegen konnte am Dienstag noch nicht sagen, welche Maßnahmen nun ergriffen werden sollen, möchte sich aber im Laufe der Woche dazu äußern.

Katerbower betrieb hält Tiere nur noch im Stall

Der Familienbetrieb Farm Katerbow, der auf einem ehemaligen LPG-Gelände 500 Schweine hält, die zwar in Neuruppin geschlachtet, aber selber verarbeitet und unter anderem in Hakenberg vermarktet werden, hat hingegen vorsorglich alle Tiere in die Ställe verbannt.

Ostprignitz-Ruppin