Andreas Leddin ist sich sicher: Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ist zwar immer wichtig. Für dieses Jahr gilt das aber besonders. Leddin betreut das Projekt im Raum Ostprignitz-Ruppin. Er glaubt: Wenn die Corona-Fallzahlen in Europa weiter steigen, kann es für viele Menschen ein recht einsames Weihnachtsfest werden. Wenn dann Kinder aus ärmeren Familien ein kleines Geschenk erhalten – mitunter das einzige überhaupt –, bewirke das viel.

Je früher Pakete kommen, desto besser

Ab sofort können die Pakete für „Weihnachten im Schuhkarton“ im Landkreis abgegeben werden. Annahmestelle ist unter anderem das Ruppiner Hospiz, in dem Leddin arbeitet. „Die Hauptabgabezeit für die Pakete ist meist in der Woche vom 9. bis zum 16. November – also in der letzten Aktionswoche“, erklärt der Ruppiner. „Aber es ist schon gut, wenn Leute ihre Pakete so früh wie möglich abgegeben. In den letzten Tagen haben wir nämlich immer am meisten zu tun.“ Die Unterstützer von „Weihnachten im Schuhkarton“ müssen nämlich jedes Päckchen noch einmal öffnen und durchschauen, ab auch wirklich alles erlaubt ist, was hineingelegt wurde. Daher sei es wichtig, den Deckel und den Karton einzeln mit Geschenkpapier einzuschlagen und nicht fest zu verschließen. Am besten eigene sich besagter Schuhkarton, so Leddin.

Durchschnittlich 400 Pakete werden gespendet

Ein Paket hat Andreas Leddin schon entgegennehmen können. Er hofft, dass bis zum 16. November in etwa wieder so viele Päckchen aus Ostprignitz-Ruppin angekommen wie es in den vergangenen Jahren der Fall war. Durchschnittlich werden am Ende um die 400 Geschenke gezählt. 2019 war ein besonders gutes Jahr: Da waren es sogar 439.
Die Spender können ihrer Kreativität beim Packen freien Lauf lassen – in gewissen Grenzen. Ein Fußball mit Pumpe als so genanntes „Wow-Geschenk“ darf in den Karton, ebenso wie eine Puppe, ein Kuscheltier, Schuhe oder ein Musikinstrument. Dazu kommen anderes Spielzeug. Hygieneartikel wie eine Haarbürste, eine Zahnbürste oder auch ein Duschgel – auslaufsicher verpackt – werden ebenso gern geschenkt. Schulmaterial sowie Kleidung wie Mütze, Schal, Haarspangen oder Selbstgestricktes sind auch vollkommen unproblematisch. Bei Süßigkeiten gilt es aber, etwas zu beachten: Diese sollten ihr Mindesthaltbarkeitsdatum mindestens im März 2021 haben. Vollmilchschokolade ist okay, solche mit Nüssen oder anderer pflanzlicher Füllung wird aussortiert. Literatur, Zerbrechliches sowie Spielzeugpistolen und ähnliche Dinge kommen ebenfalls nicht ins Paket.

Geschenke für Mädchen und Jungen

Die Geschenke bekommen einen Aufkleber oder eine Markierung, ob sie für einen Jungen oder eher für ein Mädchen gedacht sind. Dazu sollte die Altersgruppe der Kinder angegeben werden: von zwei bis vier, von fünf bis neun oder von zehn bis 14 Jahren.
Die Geschenke werden nach Osteuropa gehen, so viel steht fest. In welches Land genau die Geschenke aus dem Ruppiner Land gebracht werden, erfahren die Initiatoren im Kreis erst, wenn sich der Lkw auf den Weg macht. Das ist abhängig von den zeitliche Abläufen der Lieferung. Wer zusätzlich zum Geschenk auch noch zehn Euro abgibt, unterstützt Transport, Logistik sowie Flyerdruck und mehr. Leddin und seine Mitstreiter freuen sich auch über jeden, der nur spenden möchte, auch wenn er selbst kein Paket packt.

Das sind die Abgabestellen für die Pakete

Die Pakete können an folgenden Standorten abgegeben werden: im Hospiz „Haus Wegwarte“ in Neuruppin, bei Foto-Mantey in der Wittstocker Poststraße 12, im evangelischen Gemeindebüro in Wittstock, im evangelischen Kindergarten in Wittstock, bei Familie Leddin in der Kyritzer Straße 18 in Wittstock sowie bei Familie König im Gartenweg 2 in Neustadt. Wer noch Fragen zum Projekt hat, kann sich bei Andreas Leddin unter 0173 4833555 oder im Hospiz unter 03391 394957 melden.