Die Zahl der Arbeitslosen im August im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat sich gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Im Kreis sind derzeit 3550 Menschen ohne Arbeit, das sind 32 weniger als im Juli, aber 497 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,9 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 5,9 Prozent.
„Es gibt erste positive Signale, dass der Markt wieder etwas aufnahmefähiger ist. Von einer generellen Trendwende oder gar einem Herbstaufschwung können wir deshalb aber noch nicht sprechen“, so Beate Kostka, Leiterin der Agentur für Arbeit Neuruppin. „Wir beobachten weiterhin unterschiedliche Entwicklungen in den Landkreisen unseres Agenturbezirkes. In den Kreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sinkt die Arbeitslosigkeit wieder etwas, in Oberhavel ist die Arbeitslosigkeit jedoch erneut um 120 Personen zum Vormonat angestiegen, hier merken wir deutlich, dass der Berliner Arbeitsmarkt noch nicht wieder so aufnahmefähig ist“ erklärt Kostka.

Viele junge Arbeitslose

Sorge bereitet der anhaltend hohe Bestand der Jugendarbeitslosigkeit. Aktuell sind im Agenturbezirk, der die Kreise Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel, Prignitz und das Havelland umfasst, 2 043 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. „Die Arbeitssuche gestaltet sich für junge Fachkräfte aktuell komplizierter als in den Vorjahren. Gerade deshalb sollten sich sowohl junge Menschen, als auch die Unternehmen an uns wenden“, so Kostka.
Das Instrument Kurzarbeit wird weiterhin genutzt und trägt zur Entlastung des Arbeitsmarktes bei. Die Inanspruchnahme hat sich aber deutlich abgeschwächt. Im Agenturbezirk Neuruppin wurden im August 31 neue Anzeigen zu Kurzarbeit gestellt. Im Juli waren es 32 und im März rund 1 600 Anzeigen. Insgesamt wurden seit April rund 5300 Anzeigen gestellt, rund 49.000 Menschen sind von Kurzarbeit betroffen. Eine abschließende Aussage für wie viele Arbeitnehmer die Unternehmen tatsächlich Kurzarbeit abrechnen, ist erst nach fünf Monaten möglich.