Zur traditionellen Ehrung des in Neuruppin geborenen preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel, der 1841 verstorben war, trafen sich am Sonnabend Mitglieder der Schinkelgesellschaft, Vertreter der Stadtverordnetenversammlung und Interessierte am Schinkel-Denkmal auf dem Neuruppiner Kirchplatz.

Redner konnte coronabedingt nicht kommen

Schinkels 179. Todestag war bereits am 9. Oktober. Thomas Rheinländer übermittelte den Anwesenden eine Rede des Vorsitzenden der Schinkelgesellschaft, Hartmut Stechow aus Bremen, der diesmal coronabedingt nicht nach Neuruppin kommen konnte. Rheinländer gedachte auch der Verstorbenen der Schinkelgesellschaft. „So nehme ich diese Gedanken zum Anlass, Karl Friedrich Schinkel als Spiegel zu nutzen“, zitierte Rheinländer aus Stechows Rede. Aber da beginne das Problem, so Rheinländer. „Welches Schinkelbild des Architekten betrachten wir?“ So werde dieser als Stadtplaner zitiert und ihm zugleich diese Eigenschaft abgesprochen. Schinkel werde als Denkmalpfleger gehandelt und zugleich würden Akademiker daran zweifeln. Auch als Maler werde der Neuruppiner widersprüchlich diskutiert.

Vergleich mit Gropius

Thomas Rheinländer stellte daraufhin einen Vergleich mit dem Bauhausarchitekten Martin Gropius an, der bunt als seine Lieblingsfarbe bezeichnete. „Schinkel würde auf die Frage nach seiner Lieblingsbeschäftigung ‚in der Architektur mitarbeiten’ als seine Lieblingstätigkeit antworten“, mutmaßte er.

Blumen wurden niedergelegt

Auch Daniela Kuzu, erste Beigeordnete des Neuruppiner Bürgermeisters, fand ehrende Worte für den Architekten, Denkmalpfleger und Maler, der 1781 in Neuruppin das Licht der Welt erblickte. Dann wurden Blumen am Denkmal niedergelegt.