Schauspieler Max von Pufendorf las aus Fontanes Aufzeichnungen über Karwe. Der alte Eichentisch in seiner ungewöhnlichen Form gefiel dem wandernden Reiseschriftsteller. Dies nicht zuletzt, weil an jenem und einigen anderen schon damals fast sämtlich nicht mehr auffindbaren Möbeln einst das Tabakskollegium von König Friedrich Wilhelm I. philosophiert hatte. Irgendwie habe das Schloss etwas Düsteres, vermerkte Fontane. Nachts spuke es dort. Eine "Dame im schwarzen Seidenkleid" streife durch die Gänge.
Radecke lobte Fontane als einen sehr guten Beschreiber. Seine Passion für das Reisen und seine penibel geführten 21 Notizbücher samt vor Ort entstandener Skizzen seien neben schriftstellerischem Talent entscheidende Voraussetzungen, dass der umfangreiche Wanderführer auch heute noch so große Beachtung erfährt.
Besucher können sich nicht nur anhand des dicken Katalogs zur Ausstellung bei ihrem Rundgang durch Pferdestall, Kirche und Park orientieren. Ihnen wird auch ein elektronischer Guide geboten, der sie bei Bedarf zuverlässig über Kopfhörer leitet. Am Freitag führten Radecke, Knesebeck und Rieger das Publikum. Wer mochte, konnte schließlich noch ein Faksimile der Kreuzzeitung erwerben, in welcher Fontanes Wanderungen 1859 erstmalig als Fortsetzungsgeschichte erschienen.