Investition von 14 Millionen Euro
Baustellencontainer wird es auch so genug vor Ort geben – denn das bisherige Gebäude der Wilhelm-Gentzschule aus den 1970er-Jahren wird komplett saniert und modernisiert. Zudem wird die Sporthalle abgerissen und eine neue errichtet. Etwa 14 Millionen Euro lässt sich die Stadt Neuruppin das kosten. Der Container-Ersatzbau hinter dem Heizhaus auf dem Grundstück der Stadtwerke direkt am Schulhof wird dann für rund zwei Jahre das Ausweichdomizil für etwa 200 Schüler sein.
Seit vergangenem Freitag laufen an dem neuen Gebäude nur noch die Restarbeiten: Kabel werden verlegt, die Brandmeldeanlage installiert und der abschließende Feinschliff erledigt. Es gibt ein Treppenhaus und in jeder Etage einen langen Mittelflug, von dem die Zimmer abzweigen. Jede Klasse wird ihren eigenen Raum haben, der aus drei Containern zusammengesetzt wurde. Alle Klassenzimmer werden zudem durch kleinere Gruppenräume getrennt. Nach bisheriger Planung ziehen die Klassen 1 bis 4 in die oberen Etage, von der sie auch noch eine gute Aussicht über das Schulgelände haben. Die Klassen 5 und 6, sowie Lehrerzimmer, Büro der Direktorin, Zimmer des Hausmeisters, Büro der Logopädin und Speiseraum befinden sich im Erdgeschoss. "Fachräume gibt es keine. Aber für alle ist da, was gebraucht wird", so Schommler. Sämtliche Baubehörden und auch das Staatliche Schulamt haben dem Konzept zugestimmt.
Blick auf die Baustelle
Für die Schüler sei das Haus aus den angemieteten Containern die beste Lösung findet Schommler: "So haben alle ihren angestammten Schulweg. Sie kommen durch das gleiche Tor und müssen auf dem Schulhof nur nach rechts und nicht nach links abbiegen. Außerdem können die Schüler ihren Pausenhof, den Schulgarten und alles andere wie bisher nutzen. Weiterhin haben die Kinder die Chance, den Bauverlauf mitzuerleben und womöglich können sie dabei ganz anschauliche erleben, war sie hinter Raummaßen wie Kubikmeter und Flächenmaßen wie Quadratmeter verbirgt. Und noch ein kleiner Vorteil: Alle Wände in der Contanier-Übergangsschule sind magnetisch, das heißt es können ohne Probleme Stunden- und Vertretungspläne, Bilder, Karten und Fotos aufgehängt werden.
Ab kommender Woche soll die Schule vom alten ins neue Gebäude umziehen. Anfang Mai wird dann die Baustelle eingerichtet. Los geht es laut Schommler mit dem Abriss der Turnhalle, da auf dieser Fläche das Baumaterial gelagert wird. Im Juni 2022 soll dann alles fertigt sein und die Ersatzschule wird wieder abgebaut.

Namensgeber Gentz


Die Schule ist nach Wilhelm Gentz benannt, der am 9. Dezember 1822 in Neuruppin geboren wurde. Er war das zweite Kind des Kaufmanns Johann Christian Gentz. Mit 21 Jahren begann er in Berlin ein Malerei-Studium, in dem er sich auch in Antwerpen, London und Paris aufhielt. Danach reiste er durch viele Länder. Bekannt wurde er als Orientmaler.  Er starb am 23. August 1890 in Berlin.