Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung stellte Jörg Lewin, Geschäftsführer des Büros Plankontor Stadt und Land GmbH in Neuruppin, die Vorstellungen für ein Wohngebiet in Wildberg vor. Bereits im Juni 2017 war die Aufstellung des Bebauungsplanes von den Gemeindevertretern beschlossen worden. Im Februar 2018 wurde dem Vorentwurf zugestimmt und bis zum Juni 2018 die Unterlagen öffentlich ausgelegt. Drei schriftliche Stellungnahmen gingen ein.
Neuer Name für das Projekt
Eine davon richtete sich gegen den Namen des Wohngebietes, das auf einer Fläche von 1,76 Hektar nordwestlich der historischen Ortslage von Wildberg entstehen soll. Im Norden wird es durch den Werdersteg begrenzt. Auf bis zu 15 Grundstücken soll nahe der Grundschule gebaut werden. Vorgesehen seien Einzel- oder Doppelhäuser, so der Fachmann. Das größte Grundstück hat 1 241 Quadratmeter, das kleinste noch 468. Ursprünglich sollte das Neubaugebiet den gleichen Namen tragen wie die Grundschule: Am Burgwall. Doch es gab Einwände dagegen bei der öffentlich Auslegung und auch von den Gemeindevertretern. Da es zugleich einen Eigentümerwechsel gab, so Lewin, sei der neue Name für das Projekt "Wohngebiet am Werderberg". Die geplante Straße durch das Gebiet könne einmal den Namen Werderberg tragen, stellte Lewin in Aussicht. Die Auswertung der Stellungnahmen führte auch dazu, dass es statt eines allgemeinen nun ein reines Wohngebiet wird. Ohne Ausnahmen.
Anfangs keine Zustimmung
Bisher ist das Areal als öffentliche Grünfläche im Flächennutzungsplan dargestellt, so dass dieser nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens angepasst werden muss. "Eigentlich wollte die untere Naturschutzbehörde dem Entwurf nicht zustimmen", verriet Jörg Lewin. Doch es wurde eine Kompromisslösung gefunden. Die Bedingung war, dass mehr Bäume gepflanzt werden und nicht so dicht gebaut wird. So wurde die Grundflächenzahl von 0,4 auf 0,3 verringert. Lewin: "Dafür sind die Grundstücke groß genug." In dem Gebiet sei auch der Bau sogenannter Toskana-Häuser mit zwei Geschossen und leicht schrägen Dächern möglich, berichtete Jörg Lewin. Das sei eine Anregung der neuen Eigentümer. Maximal 9,50 Meter darf das Haus hoch sein.
Es soll ein grünes Wohngebiet werden, so der Fachmann. Um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren wird ein drei Meter breiter, öffentlicher Grünstreifen östlich des Fuß- und Radweges angelegt. Zugleich wird die Planstraße mit Wendeplatz  auf 8,5, Meter verbreitert, um Versickerungsmulden anzulegen und Straßenbäume pflanzen zu können. Zehn weitere Bäume müssen als Ausgleich gepflanzt werden. Außerdem wurde ein artenschutzrechtliches Gutachten erstellt.
Nach der Zustimmung der Gemeindevertreter wird der Plan jetzt ein zweites Mal öffentlich ausgelegt. Doch Lewin ist optimistisch, dass noch im zweiten Quartal der Satzungsbeschluß gefasst werden kann, da der Plan bis Ende 2020 rechtskräftig werden muss.

Infokasten


Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel. kürzel