Sechs Tiefbauprojekte 2020
Das bestätigte auch der Temnitzer Amtsdirektor Thomas Kresse, der bei einer Corona-Kontrollfahrt selbst feststellen musste, dass der "Weg eine Katastrophe" ist. Doch die Verbindung nach Sankt Jürgen ist nur eines von sechs Tiefbauprojekten im Amt, die 2020 realisiert werden sollen. Insgesamt werden rund 1,858 Millionen Euro in den Straßen- und Wegebau investiert. "Es ist sehr zufriedenstellend, dass eine kleine Behörde – wie das Amt Temnitz – diese Anzahl an Maßnahmen in einem Kalenderjahr erfolgreich umsetzen kann. Aufgaben der Planung, Beantragung von Fördermitteln, die Umsetzung und Durchführung sowie die Abrechnung der Maßnahmen sind umfassend, anspruchsvoll und zeitintensiv", lobt Thomas Kresse seine Mitarbeiter.
Für die Bauprojekte gibt es dabei 1,042 Millionen Euro Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums. Den Rest stemmen die jeweiligen Gemeinden mit Eigenmitteln. "Es freut mich, dass die Maßnahmen in dieser Höhe mit europäischen Fördermitteln gefördert wurden und dass zur Umsetzung der Baumaßnahmen auch Firmen aus der Region gewonnen werden konnten."
Zwischen Woltersdorf und Sankt Jürgen soll der Weg auf einer Länge von 2 420 Metern auf einer Breite von drei Metern mit zwei Spuren und sogenannten Ökosteinen dazwischen sowie begrenzenden Banketten ertüchtigt werden. Der Amtsdirektor hofft, dass zukünftig noch mehr Radfahrer und Wanderer diese Verbindung nutzen werden. Dieses Ziel sei auch bei der Vergabe der Fördermittel berücksichtigt worden. Schließlich habe das Amt Temnitz "Natur im Überfluss zu bieten", so Thomas Kresse. Und das Projekt, das von der IBW Baugesellschaft aus Pritzwalk umgesetzt wird, ist mit Baukosten von rund 750 000 Euro das teuerste der sechs Vorhaben. Gefördert wird es mit 446 000 Euro.
Zeitgleich zu dem Weg nach Sankt Jürgen beginnt auch der Ausbau des Weges von Kränzlin nach Storbeck, vom Abzweig am Silo bis zur Schäferei in Kränzlin. Hier baut die Eurovia Verkehrsbau Union auf 1 070 Metern den Weg auf dieselbe Weise aus, wie nach Sankt Jürgen. Ziel sei ein Wiedererkennungswert, erklärt Thomas Kresse die einheitliche Bauweise. Für den Weg zur Schäferei werden die Baukosten auf 346 000 Euro geschätzt, davon sind 250 000 Euro Fördermittel aus dem Leader-Programm.
Während die beiden vorigen Projekte bereits 2018 beantragt wurden, ist der Ausbau des Weges von Walsleben nach Dannenfeld erst Anfang 2019 eingereicht worden. Hier steht die Vergabe an eine Baufirma noch aus, die ab Juni einen Weg von 1 950 Metern Länge ausbauen soll. Die geschätzten Baukosten liegen bei rund 504 000 Euro.
Kita-Bau liegt im Plan
Ohne Fördermittel will das Amt Temnitz den Weg zur Stege nach Rägelin aufwerten. Eingeplant sind für dieses Projekt rund 40 000 Euro, und der Siedlungsweg in Lüchfeld soll für etwa 68 000 Euro instand gesetzt werden und einen neuen Deckenüberzug erhalten. Das letzte Vorhaben ist die Zu- und Umfahrt für die neue Kita "Wilde Wiese" in Kränzlin, die inklusive zweier neuer Straßenlaternen 150 000 Euro kosten soll. Für Ende Juli ist der Umzug in die neuen Räume geplant, berichtet Verwaltungsmitarbeiterin Sonja Eisenberger. Im Innenausbau laufen die letzten Gewerke und parallel beginnen die Landschaftsarbeiten zur Gestaltung des Grundstücks. Zusätzlich soll die Möblierung für die "Wilde Wiese" komplettiert werden, so Eisenberger, damit die Kita pünktlich im August eröffnen kann.

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Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf.

Infokästen haben ab sofort keinen blauen Punkt vorne, sondern nur einen gefetteten Anlauf. Und am Ende steht ein Kürzel. kürzel