Nicht viele Kultur-Ereignisse können das von sich sagen: Die wirtschaftliche Bilanz der Fontanefestspiele 2012 sieht besser aus als ursprünglich geplant. Vor allen Dingen deshalb, weil es Pfingsten in der Kasse stärker geklingelt hatte als angenommen.
Davon zumindest geht die Stadtverwaltung nach derzeitigem Stand der Dinge aus. In einem Papier, das den Mitgliedern des Schul-, Kultur- und Sozialausschusses heute als ersten Abgeordneten vorgelegt wird, werden 190000Euro genannt, mit denen die Stadt und die Organisatoren bei der zweiten Auflage der Festspiele an Einnahmen gerechnet hatte. Diese seien durch Fördermittel und Kartenverkauf „wesentlich gesteigert“ worden. Statt rund 158000 Euro flossen bislang 189000 Euro an finanziellen Zuschüssen vom Land, der Sparkasse sowie von den Stadttöchtern NWG und Stadtwerke. 31000 Euro waren im Finanzierungskonzept 2011 an Einnahmen aus dem Kartenverkauf veranschlagt worden. Um mehr als 7000 Euro ist dieser Betrag überschritten worden.
Noch stehen allerdings Fördermittel aus und auch alle Rechnungen sind noch nicht bezahlt. „Deshalb ist das ein vorläufiger Stand“, sagte Stadtsprecherin Michaela Ott. Negativ wird sich das aber wohl nicht mehr auf die Bilanz auswirken, eher im Gegenteil. Denn die Verantwortlichen rechnen mit insgesamt 271000 Euro an Einnahmen, – gut 60000 Euro mehr als geplant. Bei den Ausgaben wird es nach Einschätzung der Stadtverwaltung keine Überraschungen mehr geben: Die liegen mit 258000 Euro voll im Plan.