Als Rheinsbergs Schüler wegen der Corona-Krise nur von zu Hause aus unterrichtet wurden, hat sich gezeigt, dass die Bildungschancen je nach sozialem Status weit auseinander gehen. Ein großer Teil der Schüler ist laut Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) technisch nicht ausreichend ausgestattet gewesen, um am Unterricht teilnehmen zu können. Die Stadt hat nun einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 65.000 Euro vom Land erhalten. Im Rahmen eines Ausstattungsprogrammes sollen 90 Schüler aus sozial schwachen Familien mobile Endgeräte für den Unterricht erhalten.
Die Auswahl, wer einen Laptop bekommt, sollen die Lehrer treffen. Es werden vor allem Familien profitieren, die Hartz IV oder andere Sozialleistungen beziehen. Schwochow geht davon aus, dass mit den 90 Geräten der Bedarf größtenteils abgedeckt sein dürfte. Es lasse sich aber nicht sagen, ob Familien, die zwar keine Sozialleistungen beziehen, aber dennoch am unteren Einkommensende sind, sich ebenfalls keine Laptops für ihre Kinder leisten können. „Ich kann also nicht ausschließen, dass es Eltern gibt, die den Bedarf nicht gemeldet haben. Da müssen wir uns auf die Lehrer verlassen“, sagt er.
Die Stadt wird die Wartung der Geräte übernehmen. Es ist laut Schwochow aber noch zu klären, wie die Haftung bei fahrlässiger oder gar mutwilliger Beschädigung geregelt werden soll. Ziel ist es, dass die Laptops noch in diesem Jahr bei den Schülern ankommen.