"Ich sehe es als Hilfestellung für Landwirte", sagt Gernot Elftmann (Fraktion Bauern/Freie Wähler/FDP). "Wir wollen das erfolgreiche Programm von 2019 fortführen", erklärt der stellvertretende Landrat Werner Nüse. Im April wurden 25 000 Euro zur Verfügung gestellt, um Landwirte beim Anlegen von Blühstreifen zu unterstützen. Einmalig 500 Euro erhielt jeder Betrieb, der für einem Hektar eine Saatgutmischung kaufte, deren Pflanzen Nahrung für Bienen und Insekten bieten. Rund 31 Anträge wurden 2019 bewilligt, so das nicht die volle Summe ausgeschöpft wurde. Für 2020 sollen aber nur noch 20 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Geschuldet ist die geringere Summe auch der neuen Landesrichtlinie zur Förderung sogenannter naturbetonter Strukturelemente im Ackerbau. Diese unterstützt Landwirtschaftsbetriebe, die für mindestens fünf Jahre Blühstreifen oder Ackerrandstreifen anlegen. Ab Montag können Brandenburger Landwirte einen Antrag stellen. Mit der Kreisförderung sollen hingegen die Betriebe unterstützt werden, die nicht von der Landesrichtlinie profitieren. "Ich bin froh, dass die Förderung in den Haushalt aufgenommen wurde. Sie ist ein großer Erfolg", freut sich Sven Deter (CDU). Er lehnte jedoch den Vorschlag des sachkundigen Einwohners Tobias Lungfiel ab, der auch größere Flächen fördern will, um Verwaltungskosten zu sparen und den Anreiz für Landwirte zu erhöhen. "Im Interesse der Vielfalt müssen wir das breit streuen", sagte Deter.