Der Deutsche Bohle Kegler Verband (DBKV) hat nun doch grünes Licht für den Saisonstart in der 1. und 2. Bundesliga gegeben. Los geht es am Wochenende 10. und 11. Oktober. Die zuvor ausgesprochene Aussetzung des Spielbetriebes wurde zurückgenommen. Mit ein Grund dafür war auch das Aufbegehren von vier Bundesliga-Vereinen, darunter der SV 90 Fehrbellin, die Einspruch gegen diese Entscheidung beim DBKV eingelegt hatten. Schlussendlich wurden die vier Einspruchsverfahren nach einer Anhörung vor dem Rechtsausschuss abgewiesen. Dennoch kam der DBKV zu der Entscheidung, die Aussetzung des Bundesliga-Spielbetriebes aufzuheben.

Aufatmen und Unmut in Fehrbellin

„Wir sind jetzt erst einmal zufrieden, dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird“, freut sich Peter Wolski über die jüngsten Entwicklungen. Der Abteilungsleiter der Fehrbelliner Kegler betont jedoch auch: „Das ganze Hin-und-Her hat uns aber viele Nerven gekostet.“ Gänzlich nachvollziehen könne er die Entscheidung des fünfköpfigen Rechtsausschusses nicht, der den Fehrbelliner Einspruch abschmetterte, kurz darauf aber die Freigabe des DBKV für den Saisonstart erfolgte. Neben dem SV 90 Fehrbellin hatten auch die Liga-Konkurrenten Schwarz-Weiß Berlin, Union Oberschöneweide und der KSG Cuxhaven/Stade Einspruch gegen die Aussetzung des Spielbetriebes bis zum 30. November dieses Jahres eingelegt.
Der SV 90 Fehrbellin war gleich in doppelter Hinsicht vom verhängten Spielstopp betroffen, kegelt doch die erste Mannschaft in der 1. Bundesliga und die zweite in der 2. Bundesliga. Darüber hinaus stellt aus Ruppiner Sicht auch der BBC 91 Neuruppin eine Zweitliga-Mannschaft.
Laut Peter Wolski haben die Fehrbelliner „viel Geld investiert, um das Hygienekonzept umsetzen zu können“. Die Beschaffung der Kugeln, Seifenspender und Plexiglaswende, um die Abschottung der Kegel auf den Bahnen zu gewährleisten, sowie weitere Dinge haben knapp eintausend Euro gekostet. „Dazu kommt jetzt“, so rechnet der Abteilungsleiter vor, „dass wir nach der Abweisung die Einspruchsgebühr in Höhe von 200 Euro nicht wiederbekommen und auch noch eine Ordnungsstrafe auferlegt wird.“

Der Kapitän bleibt an Bord

Nun wollen die Fehrbelliner aber schnell einen Haken an das Gezerre machen. „Wir freuen uns jetzt auf die neue Bundesliga-Saison und werden das Training nun deutlich intensivieren“, so Wolski. Der Kader für beide Mannschaften stehe. Vor allem freut er sich, dass mit Dirk Sperling, der Kapitän der 90er, an Bord bleibt. Sperling hat es beruflich nach Leipzig verschlagen, dadurch sei der Aufwand deutlich höher geworden. „Dirk hätte sich auch einen Verein in Berlin suchen können, doch ich glaube, er weiß auch, was er an Fehrbellin hat“, sagte Wolski. Sperling, Erster in der Einzelwertung bis zum Saisonabbruch im März dieses Jahres, führt das Fehrbelliner Team also weiter an. Dazu zählen weiterhin Sebastian Krause, Jonathan Jäger, Daniel Neumann, Alexander Wolski und Benjamin Münchow.
Bei der zweiten 90er-Mannschaft gibt es, „zumindest vorläufig“, wie der Sektionsleiter erklärte, eine Verschiebung. Kapitän Norbert Krämer wird vorerst kürzertreten. „Wenn es seine Gesundheit zulässt, steigt er wieder mit ein. Wir haben zum Glück genügend Spieler für die Zweite.“