Am Freitag stellte das Bündnis seine Pläne für den Tag bei einer Pressekonferenz im Neuruppiner Seehotel Resort Mark Brandenburg vor. Das Motto lautet: "Schöner leben ohne Nazis -Vielfalt ist unsere Zukunft". Beteiligt sind Initiativen aus ganz Brandenburg und der gesamten Region. Die Organisatoren um Martin Osinski vom Aktionsbündnis aus der Fontanestadt präsentieren zudem eine eindrucksvolle Liste von Unterstützern. Beteiligt sind unter anderem sämtliche Bundestagsabgeordnete aus Brandenburg, Landesbildungsminister Günter Baaske (SPD), parteiübergreifend zahlreiche Landtagsabgeordnete und viele weitere Persönlichkeiten. Ein Großteil hat auch schon die Teilnahme angekündigt. "Wir wollen singen, tanzen, diskutieren, feiern und beten", so Jan Frykmann vom Aktionsbündnis gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in Potsdam.
Die Zahl der an dem Tag in Neuruppin erwarteten Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet beim sogenannten "Tag der deutschen Zukunft" wird aktuell auf 500 bis 700 geschätzt. Die Route durch die Stadt ist noch nicht bekannt.
Die Aktionsbündnisse gehen derweil davon aus, dass die friedlichen Protestler neben dem Schulplatz auch noch andere Orte in der Stadt füllen. Aktuell angemeldet sind für den Tag bei der zuständigen Versammlungbehörde, der Polizeidirektion Nord, vier Demonstrationen und Veranstaltungen. Allein Martin Osinski hat eine Kundgebung mit rund 500 Teilennehmern angemeldet. Spezielle Auflagen hat die Polizei bislang nicht erteilt. "Das geschieht nach Einschätzung der Lage erst kurzfristig", so Polizeisprecher Toralf Reinhardt. Die deutschen Ordnungshüter haben an dem Tag viel zu tun. Neben dem Neonazi-Aufmarsch in Neuruppin finden noch der G7-Gipfel in Bayern, das Champions-League-Finale in Berlin und der Kirchentag in Stuttgart statt.