20.000 ökologische Mehrwegbecher sollte die Stadt Neuruppin anschaffen, damit bei öffentlichen Veranstaltungen weniger Müll erzeugt wird und die Trinkgefäße wiederverwendet werden können. Das war zumindest ein Wunsch aus dem Bürgerhaushalt im vorigen Jahr. Doch der Plan ist vom Tisch, da nach Aussagen der Verwaltung Aussteller und Gastronomen in der Regel ihre eigenen Mehrwegbecher oder -gläser nutzen, und die Anschaffung durch die Fontanestadt Neuruppin nicht zielführend wäre. Stattdessen sollte die städtische Wirtschaftsfördergesellschaft Inkom, die mit dem Stadtmarketing die Feste der Fontanestadt organisiert, bei Ausschreibungen darauf achten, dass auf die Nutzung von Mehrwegsystemen hinzuwirken sei.

Verpasste Chance beim Bandfest in der Innenstadt

Dass das aber offenbar nicht umgesetzt wird, merkte der SPD-Fraktionsvorsitzende Nico Ruhle jüngst im Haupt- und Finanzausschuss an. „Es gab ein großes Fest am Wochenende“, sagte er. „Dort wurden keine Pfandbecher genutzt“. Das Stadtmarketing hatte als Ersatz für coronabedingt ausgefallene Feste 27 Bands und Interpreten die Möglichkeit gegeben, auf sechs Bühnen in der Innenstadt aufzutreten. Ruhle forderte in der Sitzung noch einmal dazu auf, dass die Stadt ökologische Verhaltensweisen nicht nur thematisiere, sondern sie auch selbst vorlebe.
27 Bands und Interpreten spielten auf sechs Bühnen in Neuruppin. Hunderte Besucher beim Bandfest in der Neuruppiner Innenstadt

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