Blumen für die Mitarbeiter der Rheinsberger Pflegeheime und der ambulanten Pflegedienste sollen ein Dankeschön dafür sein, was diese in den vergangenen Wochen und Monaten aufgrund der Corona-Pandemie Außergewöhnliches geleistet haben. Aber auch die Patienten sollen sich an den Blumen erfreuen.

Impfstart auch in Rheinsberg

Am Dienstag wurden die ersten Blumensträuße an die Einrichtung der Pro Seniorenpflege im Land Brandenburg in der Siedlung Am Stadion übergeben. Heimleiterin Diane Borchert nahm die Blumen entgegen und bedankte sich im Namen ihrer Mitarbeiter. Borchert berichtete, dass am selben Tag für die 60 Heimbewohner und für das Pflegepersonal das Impfen gegen die Corona-Pandemie begonnen hat. Die Impfbereitschaft sei sehr hoch. So würden an drei Tagen durch eingeschultes Team des DRK über 170 Personen den Impfstoff injiziert bekommen.

Viele Helfer

Die Idee mit den Blumen hatte Ursula Wackrow, die früher im Gesundheitsdienst gearbeitet hat. Jetzt bietet sie als Rentnerin touristische Führungen auf den Spuren von Prinz Heinrich in Rheinsberg an, doch auch das ist aufgrund der Pandemie nicht möglich. Verbündete fand die 66- Jährige in ihrem Freund Gerald Rudolph, in Martina Schlede, einer Rheinsberger Floristin, sowie in Cornelia und Andreas Endler. Letztere sind ein engagiertes Rheinsberger Gastronomen-Ehepaar, das im vergangenen Sommer das Abendliedersingen des Posaunenchores der evangelischen Gemeinde unterstützte, indem sie den Erlös aus dem Getränkeverkauf auf der Veranstaltung für die Sanierung der Orgel in der Rheinsberger Kirche und für den Kinder-Jugend-Musik-Verein (Kijumu) spendeten.

Geldspenden für Blumengrüße

Ursula Wackrow entwarf mit Andreas Endler einen Aufruf, der dann vervielfältigt und an diverse Haushalte sowie Freunde und Bekannte verschickt wurde. Auch per Internet warb die Rheinsbergerin für ihre Idee. Ziel war es, Geldspenden für Blumengrüße zu sammeln, die dann den Heimen und Pflegediensten überreicht werden. Das Anliegen war von Erfolg gekrönt. Innerhalb kürzester Zeit kamen 250 Euro zusammen. „Ich hatte nicht mit einer solchen Resonanz gerechnet“, sagte Wackrow bei Übergabe der ersten Sträuße, an der auch Cornelia Endler teilnahm. Und es sollen nicht die einzigen Blumen bleiben. Bereits am Mittwoch will die Initiatorin der Aktion dem Pflegeheim Reinhold ebenfalls mit Blumen ein Dankeschön überbringen. Aber nicht nur an die Heime wird gedacht. Auch die mobilen Pflegedienste, die mit ihren Autos bei Wind und Wetter zu den Patienten unterwegs sind, sollen bei der Aktion bedacht werden.
„Wenn die Hälfte unserer Einwohner jede Woche einen Euro spenden würde, könnte jeder, der allein gepflegt wird und kaum Blumen bekommt, jede Woche eine Blume bekommen“, hat Ursula Wackrow errechnet. Das wäre eine nette Geste, denn wir werden alle einmal alt, beziehungsweise wir sind es schon.
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