Die Zahl der Corona-Infizierten ist wie zu erwarten über die Feiertage leicht gestiegen. Stand Sonntag sind in Ostprignitz-Ruppin bisher 1280 Infizierte nachgewiesen worden – am 23. Dezember waren es noch 1183. Aktiv Erkrankte gibt es laut der Statistik des Landkreises derzeit 564, 709 sind von der Infektion wieder genesen. Vor Weihnachten waren es noch 499 aktiv Erkrankte und 677 Genesene. Unverändert ist die Zahl der Toten: Sieben Ostprignitz-Ruppiner sind bislang im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

29 Patienten auf Intensivstationen

„Die meisten Neuinfektionen betreffen weiterhin die Ruppiner Kliniken, wo bereits vor den Weihnachtsfeiertagen umfassend getestet wurde und weitere Ergebnisse nun in die Meldestatistik des Gesundheitsamtes eingegangen sind“, teilte Alexander von Uleniecki, Pressesprecher des Landkreises, mit. Besorgniserregend sei weiterhin die hohe Zahl der stationär betreuten Covid-19-Patienten. „Diese hat mit 100 Patientinnen und Patienten, die derzeit in den drei Kliniken des Landkreises behandelt werden, einen vorläufigen Höchststand erreicht. 29 Personen werden intensivmedizinisch betreut, sieben davon müssen beatmet werden“, so von Uleniecki.

Neuruppin bleibt Corona-Hochburg im Kreis

Die meisten aktiv Erkrankten leben in Neuruppin. Dort befinden sich 238 Menschen in häuslicher Isolation oder in Behandlung im Krankenhaus. In Rheinsberg ist die Zahl aktiv Erkrankten auf 61, in Fehrbellin auf 52 und in Lindow auf 51 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt in Ostprignitz-Ruppin 208,4. Dieser Wert verdeutlicht, wie viele Infizierte in den vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner nachgewiesen wurden.

Hortbetreuung ab 4. Januar verboten

Während der Feiertage wurde laut dem Pressesprecher des Landkreises auch die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes rege in Anspruch genommen. „Unter anderem gab es zahlreiche Anfragen von Kontaktpersonen in bereits bekannten Fällen, aber auch Fragen zur Quarantäneverordnung und zu allgemeinen Verhaltensregeln in Zusammenhang mit Covid-19“, so von Uleniecki. Auch Anfragen von Eltern erreichten die Hotline bezüglich der Regelungen für die Hortbetreuung. Ab dem 4. Januar ist in Brandenburg der Präsenzunterricht in Grundschulen sowie der Hortbetrieb, also die Betreuung schulpflichtiger Kinder untersagt. „Für Kinder der ersten bis vierten Jahrgangsstufe wird eine Notbetreuung gewährleistet. Kinder der fünften und sechsten Jahrgangsstufe haben einen Anspruch auf Notbetreuung, wenn mindestens eine sorgeberechtigte Person im stationären und ambulanten medizinischen oder pflegerischen Bereich tätig ist. Für die Notbetreuung in Horten gibt es ein entsprechendes Antragsformular, welches auf der Corona-Sonderseite des Landkreises heruntergeladen werden kann“, so von Uleniecki.
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Neuruppin

Feiertags gehen weniger Menschen zum Arzt

Nicht auszuschließen ist, dass die Infektionszahlen in den nächsten Tagen deutlich steigen werden. Während der Feiertage ist laut dem Robert-Koch-Institut zu beachten, dass meist weniger Erkrankte zum Arzt gehen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führe dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Die meisten Neuinfektionen betreffen weiterhin die Ruppiner Kliniken, wo bereits vor den Weihnachtsfeiertagen umfassend getestet wurde und weitere Ergebnisse nun in die Meldestatistik des Gesundheitsamtes eingegangen sind. „Deshalb müssen die kommenden Tage weiter beobachtet werden, um möglicherweise einen genauen Trend für den Landkreis ablesen zu können“, so von Uleniecki.
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