In der Verfügung heißt es, dass Reisen aus privatem Anlass untersagt sind. "Dies gilt insbesondere für Reisen, die zu Freizeit-, Ur-laubs- oder Erholungszwecken sowie zu Fortbildungszwecken unternommen werden." Dazu zählen ausdrücklich auch Kurzaufenthalte an Wochenenden oder einzelnen Tagen. Betroffen sind alle Formen von Unterkünften: ob Wochenendhäuser, Wohnungen, Boote oder Wohnmobile.
Auch Kranke trifft die neue Allgemeinverfügung. Sind Vorsorge-Behandlungen und Rehabilitationen vermeid- oder aufschiebbar, werden sie verboten, erklärt die Kreisverwaltung.
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Reisende, die sich noch in Ostprignitz-Ruppin befinden, müssen bis spätestens 28. März ihren Aufenthalt beenden und ausreisen. Ausnahmen der neuen Verschärfung sind nur möglich, wenn die Anwesenheit einer Person zwingend erforderlich ist, beispielsweise bei Bestattungen. Außerdem gelten die Regeln nicht für Menschen, deren erster Wohnsitz in OPR liegt. Wer seinen zweiten Wohnsitz dort hat und diesen unbedingt nutzen muss, um beispielsweise zu arbeiten, kann ebenfalls einreisen. Auch all jene, die regelmäßig für ihren Job in den Landkreis fahren, können das weiterhin tun. Sie müssen allerdings einen schriftlichen Arbeitsauftrag mit Angaben zum Arbeitsort und zur Arbeitszeit dabei haben.
Die neue Verfügung gilt bis zum 19. April. Sie tritt am Donnerstag in Kraft. Es gab bereits heftige Kritik an der Maßnahme: Der Neuruppiner Landtagsabgeordnete Ronny Kretschmer forderte den Landrat auf, die Beschränkungen zurückzunehmen. 
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