Der Neuruppiner Soforthilfe-Fonds startete vor einigen Monaten als schnelle und unbürokratische Hilfe für Gewerbetreibende aus der Region, die wegen der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Nun wird er aufgelöst. Der Grund ist, dass es zuletzt nur noch wenige Anträge gab.
Das bestätigte Neuruppins Stadtsprecherin Michaela Ott. Der Fonds, der ein Volumen von genau 116.000 Euro hatte, stieß vor allem zu Beginn der Krise und während des Lockdowns auf viel Zuspruch. Ausgezahlt wurden laut Ott zirka 44.000 Euro. Damit stünden noch rund 72.000 Euro zur Verfügung, damit Geschäftsleute in finanzieller Not beispielsweise die Miete für ihren Laden zahlen können.

In den vergangenen Monaten nur wenige Anträge

Insgesamt 46 Anträge sind laut Michaela Ott bisher bei der Inkom, die den Fonds für die Stadt Neuruppin verwaltet, eingegangen. „Da in den letzten drei Monaten von Juli bis September nur zwei Anträge gestellt und bewilligt wurden, kann nach derzeitigem Stand das Programm aus Sicht von Inkom und Fontanestadt beendet werden“, sagte Michaela Ott.
Der Stand des Soforthilfeprogramms wurde am Montag zwischen Inkom und Neuruppiner Stadtverwaltung abgerechnet. Zuletzt hatte Inkom-Chef Axel Leben im Juni dieses Jahres noch dafür plädiert, den Fonds aufrecht zu erhalten – für den Fall, dass es zu einer zweiten Corona-Welle kommen sollte.