So ging auch Puppe in seiner Predigt auf die akribische Arbeit ein, die das Restaurierungsteam mit Sandra Bothe, Jochen Hochsieder, Ute Gimajew und weiteren Handwerkern in den zurückliegenden zwei Jahren geleistet hatten. Ein besonderer Dank galt Thomas Theloke, der im Auftrag des Gemeindekirchenrates – der neu gewählte wurde im Gottesdienst vorgestellt – als ehrenamtlicher Bauleiter fungierte. "Er war der Fels in der Brandung, der zu jeder Zeit und Stunde sich um die Arbeiten kümmerte", erklärte Rheinsbergs Pfarrer Christoph Römhild, der Theloke ein Präsent überreichte. Römhild dankte allen, die mit geplant, mit überlegt und mit umgesetzt sowie finanziell und ideell das Vorhaben unterstützt hatten.
Bei den Restaurationsarbeiten wurde viel Historisches entdeckt: beispielsweise eine Bemalung aus dem Mittelalter, die einen Passionszug darstellt.  Aber auch die zwei Türen, auf denen der  Weg von Jesus zur Kreuzigung und die Übergabe der Gebotstafeln dargestellt sind, erstrahlen wieder in  alter Schönheit. "Es ist die Fassung der Renaissance, die jetzt  wieder hergestellt wurde", berichtete Puppe, der sich von dem Glanz begeistert zeigte.
Wie Theloke beim anschließenden Festempfang erklärte, hat das bereitgestellte Geld vermutlich gereicht. Immerhin waren für die Restaurierung 380 000 Euro, davon 320 000 Euro Fördermittel, veranschlagt worden. 75 000 Euro stellte die Gemeinde zur Verfügung.  Man habe sich gestritten und geärgert, aber auch gelacht und nach Lösungen gesucht. "Am Ende zählt das Ergebnis und mit dem bin ich zufrieden", brachte Theloke seine Freude über das Geschaffene zum Ausdruck.