Pfarrerin Ilona Kretzschmar dankte im Beisein von rund 150Gottesdienstbesuchern den vielen Helfern und Förderern, die aus allen gesellschaftlichen Bereichen kamen und dazu beitrugen, den schmalen Etat der Kirchengemeinde mit Spenden aufzustocken. Sie sei beeindruckt, mit wie viel Fantasie und Einsatz Geld gesammelt wurde. "Ich danke allen, die den Mut hatten, mit dem Bauen anzufangen."
Bislang hat die nach fast 100Jahren erste Renovierung der Türme und der Gewölbe rund 1,1 Millionen Euro gekostet. Eine Schlussrechnung steht noch aus. Mit einem Eigenanteil von 88000 Euro konnte die Stadt Neuruppin zusätzlich Fördermittel in Höhe von rund 350000 Euro akquirieren. Mehr als 160000 Euro sind an Spenden zusammengekommen, 250 000 Euro von der Badischen Landeskirche. Den Rest steuerten der Kirchenkreis Wittstock-Ruppin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz zu. Besonderen Dank richtete Kretzschmar, die die Sanierung betreute, an den zuständigen Architekten Stefan Winkler, Gemeindekirchenratsmitglied Horst Kremp, der ehrenamtlich die Arbeiten begleitete, und an den ehemaligen Superintendenten des Kirchenkreises, Heinz Joachim Lohmann: "Er hatte die richtigen Schlüssel für die Geldtruhen."
Nach wie vor bleibt aber einiges an dem mittelalterlichen Bau zu tun, wenn auch vorläufig nicht in dem Rahmen der jüngsten Sanierung. Etwa 80 Jahre dürfte die Kirchengemeinde jetzt Ruhe haben, bis die Türme und das Gewölbe das nächste Mal saniert werden müssen. Davon ging am Sonntag Architekt Winkler aus: "Wir haben jetzt wieder eine stabile Kirche."
Das nächste Projekt der Neuruppiner Kirchengemeinde ist im kommenden Jahr die Renovierung des Gemeinderaumes. (Neuruppin)