"Wir hoffen auf eine schnelle Entscheidung", so der Landrat. Er rechnet Anfang kommender Woche mit einem Ergebnis. Reinhardt verweist, auch mit Blick auf die Kritik, die dem Kreis entgegengebracht wird, auf Aussagen von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), dass jetzt nicht die Zeit des Reisens sei. "Wir setzen das in unserer Allgemeinverfügung um, was der Landesvater allein mit Worten und Appellen nicht erreicht", so Reinhardt.
Szenen mit Urlaubern und Touristen unter anderem in Rheinsberg, Lindow und Fehrbellin würden zeigen, dass die Appelle nicht ankommen. Es gebe auch zahlreiche E-Mails und Anrufe von Menschen, die den Urlaub weiter im Ruppiner Land verbringen wollen.
"Vielen Familien wurden aufgrund der Rechtsverordnung des Landes zur Eindämmung der Virusausbreitung die Ferienwohnungen gekündigt, Hotels und Pensionen wurden geschlossen", so Landrat Reinhardt. Viele Menschen würden zu Hause bleiben. "Und jetzt sollen Zweitwohnsitz-Inhaber zur Erholung aufs Land nach Ostprignitz-Ruppin fahren dürfen? Das ist nicht gerecht und konterkariert die Rechtsverordnung des Landes, an die auch der Ministerpräsident immer erinnert", so Reinhardt.
Indes ist die Zahl der Menschen, die in Ostprignitz-Ruppin nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind, auf 19 gestiegen. Ein Kyritzer hat ebenfalls Covid-19. Ein Fehrbelliner konnte mittlerweile als genesen eingestuft werden. Der Kreis wartet noch immer auf mehr Schutzausrüstung. "Der Bedarf ist unbestritten da und groß", so Reinhardt.