Gefühlt jährlich steigt die Summe, die Verbraucher für Strom zahlen müssen: Bei Kunden der Stadtwerke Neuruppin (SWN) wird das zumindest im kommenden Jahr nicht der Fall sein. Auch andere Preise bleiben stabil. Bei der Zählerablesung müssen sich Ruppiner indes coronabedingt umstellen.

Gaskunden wären von CO2-Steuer betroffen

Wie Prokurist Guido Gerlach am Donnerstag bestätigte, werden die Strompreise für SWN-Kunden ab dem 1. Januar 2021 stabil bleiben. Die neue CO2-Abgabe spiele bei Strom keine Rolle, erklärt er. Allerdings seien Gaskunden davon betroffen. Da diese bei den SWN aber immer ab dem 1. Oktober für das Folgejahr veranschlagt werden, bleibt auch deren Gebühr gleich – zumindest bis zum 1. Oktober 2021. Trotz der Mehrbelastung, die die SWN durch die CO2-Steuer haben, werde diese nicht weitergegeben. „Beim Gas können wir das noch durch eine bessere Beschaffung kompensieren“, erklärt Gerlach. Im Bereich der Fernwärme werden die Preise leicht sinken. Auch an der Erdgas-Tankstelle der SWN zahlen Kunden nicht mehr. Da es sich um Bio-Erdgas handelt, wird darauf keine CO2-Steuer erhoben.

Ablesekarten kommen per Post

Das Ablesen der verschiedenen Zähler müssen SWN-Kunden in diesem Jahr weitestgehend selbst übernehmen: Um in Corona-Zeiten Mitarbeiter und Kunden zu schützen, werden ab dem 25. November insgesamt 15.000 Ablesekarten an Haushalte verschickt, bei denen die Zähler nicht zentral zugänglich sind. Auf der Karte befindet sich ein QR-Code, der mit der Kamera des Handys oder Tablets gescannt werden kann. Dann erscheint ein Formular, das ausgefüllt werden muss. Möglich ist das Melden der Zählerstände auch über die Webseite www.swn.de im Kundenportal. Wer möchte, kann die Ablesekarte ans Rechenzentrum der Stadtwerke in Gütersloh schicken. Dort werden die Daten eingelesen. Bis zum 31. Dezember müssen die Stände übermittelt sein. Diesen Tag muss niemand abwarten, sagt SWN-Geschäftsführer Thoralf Uebach. Es gebe eine automatische und verlässliche Hochrechnung.