Im März 2020 hat die Neuruppiner Verwaltung den Auftrag von den Stadtverordneten bekommen: Sie sollte eine Umfrage starten, ob die Eltern mit den angebotenen Betreuungszeiten in Kitas und Horten zufrieden sind. Nun liegen die Ergebnisse vor. Sie sind recht eindeutig, auch wenn sich längst nicht so viele Eltern an der Aktion beteiligt haben, wie es sich Verwaltung und Initiator SPD wohl gewünscht hätten.

Anonym nach Bedarf und Einschätzung gefragt

Im August 2020 hatten Eltern die Möglichkeit, sich an der anonymen Umfrage zu beteiligen. Gefragt wurde, welche Einrichtung das Kind besucht, welche Öffnungszeiten aus Sicht der Erziehungsberechtigten bedarfsgerecht wären und welche Anregungen es für die Einrichtung gibt. Laut des Abschlussberichtes, der dem Neuruppiner Sozialausschuss am 3. November erstmals präsentiert wird, haben 38 Prozent der Eltern mitgemacht. Die Zahlen variieren von Einrichtung zu Einrichtung stark: In der Kita Eichhörnchen haben sich mit 23 Prozent die wenigstens Eltern beteiligt. Im Hort am See waren es mit 64 Prozent die meisten.

Kaum Bedarf, etwas zu ändern

Am Ende der 54 Seiten starken Auswertung wird deutlich, dass es in den meisten Kitas und Horten keinen Bedarf gibt, die Betreuungszeiten der Kinder anzupassen. Das gilt vor allem für die Horte, schätzt die Verwaltung ein. Bei den Kitas gibt es zwei Ausnahmen, in denen über die Ausweitung der Öffnungszeiten am Freitag nachgedacht werden kann, heißt es im Fazit. Betroffen sind die Kitas Strochennest und Tabaluga. Dort haben sich die Eltern für das Ende der Woche mehr Spielraum gewünscht.

Eltern zufrieden mit Einrichtungen an sich

Die Auswertung der Umfrage geht nicht nur an die Mitglieder des Sozialausschusses. Die Leitungen der jeweiligen Einrichtungen haben diese laut Rathaus bereits erhalten. Sie dürften sich vor allem darüber freuen, dass die meisten Eltern beim Punkt „Anregungen an die Einrichtungen“ gar nichts eingetragen haben. Die Verwaltung wertet das so, dass die Befragten recht zufrieden sind und nichts geändert werden muss. Auch habe es oft Lob für die Arbeit der Erzieher gegeben.
Die Verwaltung selbst regt an, die Eltern öfter mal zu befragen, ob die Betreuungszeiten wirklich ihren Wünschen und Bedarfen entsprechen.