Wusterhausens Bürgermeister Philipp Schulz (parteilos) hofft, dass bis Weihnachten die Dämmung und ein neues Dach auf die Fahrzeughalle gesetzt werden können. "Es wird auf Hochtouren gearbeitet." Am 4. November war der Bauantrag gestellt worden, der wegen der Notlage der Wehr bereits zwei Tage später genehmigt wurde. Die Versicherung hat die Zahlung für das verbrannte Inventar – die Fahrzeuge blieben unbeschädigt – geleistet. Für das Gebäude selbst erfolgt die Kostenübernahme nach Baufortschritt. Jedoch wird das Haus ein Pultdach bekommen, das keine Nutzung des Obergeschosses mehr ermöglicht. Denn es sei nicht vorgesehen, dass der jetzige Standort auch der künftige der Wehr ist, sagte Schulz. Die Wache sei bereits vor dem Brand an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Eine Erweiterung ist aber in der Kyritzer Straße nicht möglich. Daher wurde schon länger ein Neubau ins Auge gefasst. Sechs Fahrzeugstellplätze und ausreichend Sozialräume soll die neue Wache erhalten. Aktuell laufe die Grundstücks- und die Bedarfsermittlung. "Eine konkrete Planung ist noch nicht vorhanden." Im Haushalt 2020 sind Planungskosten eingestellt. Insgesamt rechnet Schulz mit einer Gesamtinvestition von drei Millionen Euro. "Wünschenswert wäre eine Fertigstellung bis Ende 2021." Die alte Wache könnte dann kommunal, etwa vom Bauhof, genutzt werden. Bis dahin bleibt die Wehr, deren Fahrzeuge aktuell bei einem Landwirtschaftsbetrieb untergestellt sind, aber weiter einsatzbereit. Die theoretische Ausbildung findet im "Alten Laden" statt. Als Alternative wird die Aufstellung eines Bürocontainers erwogen.