Zahlreiche Gemeinden in Ostprignitz-Ruppin bekommen 2021 mehr Geld aus den Schlüsselzuweisungen des Landes. So darf sich Neuruppin über 1,351 Millionen Euro, Rheinsberg über 422.922 Euro und Wusterhausen über 175.131 Euro mehr als 2020 freuen. Das berichtet der Linken-Landtagsabgeordnete und ehemalige brandenburgische Finanzminister Christian Görke.

Orientierungsdaten für Schlüsselzuweisungen

„Nach den jetzt vorliegenden Orientierungsdaten zu den Schlüsselzuweisungen 2021 erhalten rund zwei Drittel der Kommunen des Landkreises mehr Mittel aus dem Kommunalen Finanzausgleich als dieses Jahr.“ So betrage trotz der Corona-Krise die sogenannte Verbundmasse, aus der die Zuweisungen gespeist werden, für 2021 voraussichtlich 2,266 Milliarden Euro und damit rund 95,7 Millionen Euro mehr als 2020.

Mehr Geld trotz Corona

Das habe im Wesentlichen zwei Gründe, so Görke: Der Anteil der Landeseinnahmen, die das Land an die Kommunen weiterreicht, steigt für 2021, wodurch sich ein Plus von 9,9 Millionen Euro ergibt. Außerdem wurde im Rahmen des im April beschlossenen kommunalen Rettungsschirms dieser Anteil nochmals um 85,8 Millionen Euro aufgestockt.

Mehr Geld auch für den Landkreis

Doch nicht alle Kommunen im Kreis können sich freuen. So wird Heiligengrabe leer ausgehen und Breddin bekommt 28.209 Euro weniger als 2020. Das liegt daran, dass die Schlüsselzuweisungen neben der Zahl der Einwohner abhängig von der Steuerkraft der Kommunen verteilt werden. Betrachtet werden dabei die Zahlen vor zwei Jahren. Die Schlüsselzuweisung des Landes steigt dann, wenn eine Kommune weniger Steuern eingenommen hat. Wer hingegen viel Geld eingenommen hat, bekommt vom Land weniger Zuweisungen. Auch der Landkreis erhält 2021 rund 1,994 Millionen Euro mehr als 2020.