Für manche Unternehmen war das Homeoffice der Angestellten während des Lockdowns durchaus eine Alternative und hat sich auch auf die Kosten niedergeschlagen. Auf die Arbeit im Neuruppiner Rathaus lässt sich dieses Prinzip aber nicht ohne Weiteres übertragen. Zuerst einmal hatte das Personal zusätzlich Aufgaben zu bewältigen, berichtete Hauptamtsleiterin Jutta Mießner jüngst. Allein das Erarbeiten von Hygiene- und Pandemieplänen erforderte Arbeitszeit, die nicht in andere Aufgaben gesteckt werden konnte.

Die Anschaffungskosten für Technik sind sehr hoch

Doch auch darüber hinaus wurden nicht etwa Kosten durch leerstehende Büroräume gespart, weil nirgendwo ganze Abteilungen zu Hause bleiben konnten. Außerdem seien die anfänglichen Kosten für die Anschaffung von Technik, die Homeoffice erst ermöglicht, sehr hoch, so Neuruppins erste Beigeordnete Daniela Kuzu. Problematisch sei auch die Rechtslage bei einigen Prozessen. So sei es etwa bislang nicht erlaubt, dass  Mitarbeiter von außerhalb des Rathauses aufs Melderegister zugreifen, berichtet Mießner.

Homeoffice kann Attraktivität der Arbeitsplätze erhöhen

Dennoch sollen die Möglichkeit für Homeoffice ausgebaut werden. Das sei auch eine Frage der Attraktivität der Arbeitsplätze und deren deren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. „Zum Jahresende wird es die ersten Telearbeitsplätze geben“, erklärte Mießner.