Am Sonnabend merkte man bei der Turniereröffnung selbst dem erfahrenen Trainer Ludger de Wendt eine gewisse Nervosität an. „Wir wussten ja nicht genau, wo wir stehen. Im Training klappte vieles schon gut. Schaffen es die Kinder, das auch im Spiel zu zeigen, war die Frage“, erklärte er. Auch die jungen Unioner wirkten nervös. Zum Turnierauftakt war dies nicht zu übersehen. „Die Spieler leisteten sich viele unnötige Fehler, doch sie legten die Nervosität schnell ab. Nach schwachen ersten fünf Minuten wurden sie immer besser“, lobte Unions zweiter Nachwuchstrainer Hippolyt Hertel. Am Ende gab es für die Neuruppiner den Pokal für den zweiten Platz, den nicht nur Spieler und Trainer bejubelten, sondern auch die vielen Eltern auf den Zuschauerrängen. Den Sieg holten sich die Berliner Adler, Rang drei ging an die Berlin Bullets.
Zum Auftakt trafen die Unioner Bambini auf das erfahrene Team der Adler. „Die Berliner haben eine der besten Nachwuchsabteilungen in der Hauptstadt und schon viel Erfahrung“, erklärte Ludger de Wendt. Die ersten Minuten gingen klar an die Adler, die schnell deutlich führten. Vor allem die Unioner Offense agierte nervös und zu ungenau, auch die Defense wirkte etwas ratlos bei den gegnerischen Spielzügen. Eine Schlüsselszene war dann vielleicht der etwas glückliche erste Touchdown für die Unioner. Elias Wirsik fing einen ungenauen Pass des Berliner Quarterbacks ab und lief in die Endzone der Adler. Jubel bei Spielern und Trainern, auch Teambetreuerin Elise Gehring wirkte danach entspannter. „Die Kinder starteten sehr nervös, jetzt wissen sie, es funktioniert, was sie trainiert haben“, erklärte sie.
Und wirklich, die Unioner legten mehr und mehr die Nervosität ab, lieferten den Adlern einen tollen Kampf, verkürzten den Rückstand. Am Ende siegten die Berliner nur knapp (19:18). „Da hat man gesehen, wie wichtig die Zusatzpunkte nach einem Touchdown sind, da waren die Adler konzentriert, aber wir haben uns toll gesteigert“, sagte Ludger de Wendt. Beim zweiten Spiel gegen die Berlin Bullets agierten die Tigers von Beginn an fokussiert. Die Defense stoppte ein ums andere Mal die Bullets Offensive. Und in der Offense agierten die Gastgeber variabel und entschlossen. Am Ende hieß es 21:6 für die Unioner.
Da auch die Adler die Bullets klar mit 30:6 bezwangen, ging Rang eins an die Adler vor den Tigers. Doch schon bei der Siegerehrung versprach de Wendt lachend dem Trainerteam der Adler: „In der Punktspielrunde ab Mai sehen wir uns wieder und wir werden noch besser.“ De Wendt: „Die Spieler haben gezeigt, was wir trainiert haben, und als krönenden Zusatz für mich, hat mein Sohn Livius noch drei Touchdowns geschafft.“ Gleichzeitig gab er ein Lob an die Helfer. „Dank der Unterstützung vieler Eltern hat beim ersten Unioner Turnier alles gut geklappt.“
Tigers: Pax Scheller, Elias Wirsik, Tadeus Pankow, Leon Genz, Julius Boldt, Livius de Wendt, Ardian Walter, Elias Franke, Marten Stabenow, Liam Lehmann