Dabei geht es um eine mögliche Kooperation auf Hochschulebene. Die auch in der Fontanestadt ansässige Medizinische Hochschule Brandenburg (MHB) hat großes Interesse an umfassender Zusammenarbeit und findet beim international renommierten Krankenhaus in Berlin offene Ohren. Vorangetrieben wurde das Thema zuletzt von der Brandenburger Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) auf einer gemeinsamen Sitzung des Berliner und Brandenburger Wissenschaftsausschüsse. Es werde angestrebt, insbesondere den Forschungsbereich zu stärken. In dem Zusammenhang wäre eine gute Kooperation mit der Charité wünschenswert, wird Münch in der Dokumentation zur Sitzung zitiert.
Bei der MHB betont man das große Interesse an einer Zusammenarbeit. Das Ziel sei, sich in den Bereichen Forschung und Lehre auszutauschen, sagt MHB-Sprecher Eric A. Hoffmann. „Wir würden eine Kooperationsvereinbarung sehr begrüßen, weil beide Seiten sehr profitieren.“ Bereits jetzt gebe es Berührungspunkte auf Arbeitsebene.
Auch in Berlin steht man der Idee offen gegenüber. Man sei „schon seit längerem in einer Diskussion mit der MHB, ob eine umfassende Kooperationsvereinbarung geschlossen werden sollte und inwieweit eine solche Vereinbarung die Charité und die MHB bei der Umsetzung ihrer (unterschiedlichen) strategischen Ziele unterstützen könnte“, teilte die Charité mit. Weiter ins Detail wollte die Pressesprecherin nicht gehen.
Die Ruppiner Klinken waren bis 2015 Lehrkrankenhaus für die Charité. Weil die Kliniken dann die Studenten der neu gegründeten, privat finanzierten MHB ausbildeten, wurde die Kooperation damals von Berliner Seite gekündigt. Als Grund wurde genannt, dass ein Krankenhaus nicht für zwei Hochschulen ausbilden könne.