Trauernde können sich auf Rheinsbergs städtischem Friedhof nun wieder im Trockenen von ihren Verstorbenen verabschieden. Die Trauerhalle ist nach mehrmonatiger Sanierung geöffnet worden.
Als im April die Arbeiten begannen, war die Halle in einem so schlechten Zustand, dass viele sie gar nicht mehr nutzen wollten, sagt Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler), „Es gab massive Beschwerden“, sagt er. Schließlich wurde das Haus zuletzt Anfang der 1990er-Jahre saniert. Vor allem der marode Dachstuhl musste erneuert werden. So wurde in den vergangenen Monaten das komplette Dachwerk samt Gebälk, Einschalung und Abdeckung erneuert. Die Wände erhielten einen neuen Anstrich – unter Berücksichtigung der Denkmalschutzauflagen. Türen und Bänke wurden farblich neu gestaltet. Zudem haben einige Bänke jetzt eine Sitzheizung.

Budget überzogen

Da die Schäden im Dachgebälk größer waren als ursprünglich angenommen, wurde das Budget von 100.000 Euro um 20.000 Euro überzogen. Die Kosten werden aus dem Verwaltungstopf für Instandhaltungsarbeiten getragen. Eigentlich hätte auch der Fußboden noch erneuert werden müssen. „Aber das hätte unseren Rahmen komplett gesprengt“, sagt Bauamtsleiter Daniel Hauke.
Während der Bauzeit konnten Trauernde die Halle auf dem benachbarten kirchlichen Friedhof nutzen. Nun bietet das Gebäude auf der weltlichen Ruhestätte auch wieder einen würdigen Rahmen für das letzte Geleit.