Dreijahresplan entwickelt
Max Döbbelin hat einen Dreijahresplan entwickelt. In diesem Zeitraum soll die Basis dafür gelegt werden, "vorausgesetzt wir machen eine gute Arbeit", so der Jugendkoordinator, dass die Eintracht ihren Männerteams – aktuell eines in der Landes- und ein zweites in der Kreisliga – nach und nach immer mal wieder junges Blut zuführen kann. "Mal abgesehen vom Nachwuchs ist es unser Ziel, langfristig zwei Männermannschaften im Spielbetrieb zu halten", umreißt Döbbelin einen wichtigen Aspekt der gemeinsam verfolgten Ausrichtung. Federführend bei der Umsetzung sind Abteilungsleiter Volker Tolle, Frank Neumann als Sportlicher Leiter und eben der neue, aber keineswegs unerfahrene Max Döbbelin.
Denn Letztgenannter hat sich bereits als junger Mann seine Sporen verdient. Beim TSV Wustrau, seinem Heimatverein, schulterte er die ihm übertragende Verantwortung und hievte die TSV-Jugendabteilung auf ein beachtliches Niveau. In seiner vierjährigen Amtszeit als TSV-Jugendwart gepaart mit dem Job als Nachwuchstrainer brachte der kleine Verein bis zu sechs Jugendmannschaften auf den Platz. "Vier, fünf waren es eigentlich immer", blickt Döbbelin zurück. Vor knapp zwei Jahren legte er sein Amt nieder, im vergangenen Sommer zog es ihn nach Alt Ruppin. Ein Neubeginn als aktiver Fußballer, als Torwart. Nun fährt er wieder zweigleisig: Fußballer und Funktionär. "Klar", gibt Döbbelin zu, "der Aufwand ist jetzt wieder größer. Aber ich wollte das so."
B-Jugend aus der Taufe gehoben
Der erste Erfolg verleiht zusätzlichen Rückwind. Denn die Alt Ruppiner haben nach vielen, vielen Jahren wieder eine Großfeldmannschaft. Zur neuen Saison kämpft eine B-Jugend in der Kreisliga um Punkte. 20 Spieler umfasst der Kader für dieses in Kürze aus der Taufe gehobene Team. Dieses setzt sich zusammen aus vielen ehemaligen Unionern, die in Gildenhall einst das Gros der C-Jugend bildeten. "Dazu kommen einige Neueinsteiger, auch ein Kicker vom MSV. Wie das eben so ist, die Jungs kennen sich, da entsteht eine gemeinschaftliche Lust, zusammen Fußball zu spielen", so Döbbelin. Er wird das Traineramt übernehmen, unterstützt vom ehemaligen Schiri und Kumpel aus Wustrauer Zeiten, Dennis Roggelin.
Darüber hinaus bilden eine E- (12 Spieler) und eine D-Jugend (15) mit den Trainern Falk Weschenfelder beziehungsweise Heiko Rathmann das Fundament im Kleinfeldbereich. "Sie haben die Jugendarbeit in Alt Ruppin in den letzten Jahren am Leben gehalten. Sie sind sehr engagiert", lobt Döbbelin. "Jetzt arbeiten wir daran, eine F-Junioren-Mannschaft aufzubauen. Das ist der nächste Schritt." Aktuell im Schwange sind die Ideen, AGs in Kitas und Schulen sowie Kooperationen mit anderen Vereinen aufzubauen. Nebenbei will der Verein möglichst viele ehemalige Spieler "und auch Eltern", wie Döbbelin anmerkt, in den Trainings- und Wettkampfbetrieb einbinden. Grundsätzlich gestalte sich die Suche nach Übungsleitern und auch jungen Fußballern schwierig. "Das geht ja allen Vereinen so", weiß Döbbelin.
Aktuell führt er viele Gespräche, hat auch "viel Schreibtischkram zu erledigen". Denn neben der Suche nach Fördermöglichkeiten betreibt Max Döbbelin auch Sponsorenakquise.  All das gehört eben auch zum Job des Jugendkoordinators, Jugendleiters oder auch Chef der Nachwuchsabteilung.
Künftig will Eintracht Alt Ruppin in diesem Segment ebenso umtriebig sein, wie viele andere Vereine auch. Max Döbbelin bringt die große Vision noch einmal auf den Punkt: "Alt Ruppin soll ein fester Standpunkt im Kinder- und Jugendfußball werden. Irgendwann wollen wir alle Altersklassen besetzt haben. Das muss wachsen. Das braucht Zeit." Voller Elan hat sich Max Döbbelin in die Arbeit gestürzt.